Ethisches Dilemma wegen IVF Eizellspende

Es gibt keinen Zweifel, daß Eizellspende manchen Paaren erlaubt Eltern zu werden, die sonst keine Kinder haben könnten. Kinderlachen in ein Haus zu bringen ist für Menschen die von Nachwuchs geträumt haben, aber keine physischen Möglichkeiten wegen Unfruchtbarkeit hatten, ein Durchbruch in der Medizin. Zusammengefasst ist es eine Art Wunder, das von altruistischen Spenderinnen und menschlicher Technologie möglich gemacht wurde. Aber ist es fehlerfrei? Ist der Kinderwunschweg über IVF Spendereizellen frei von moralischen und ethischen Problemen? Was ist Ethik in IVF?

Wir wissen alle, daß nichts einfach ist und jede die sich entscheidet Eizellspenderin oder Eizellempfängerin zu werden, sollte über die üblichsten moralischen und ethischen Probleme der IVF Bescheid wissen, wir werden im Anschluß darüber berichten.

IVF ethische Probleme – Altruismus oder Geschäft?


Lassen Sie uns zuerst über den vermeintlichen Altruismus der ganzen Behandlung sprechen. Fast alle Werbungen für Eizellspende bieten die Chance das Leben von Menschen durch die Erfüllung eines Traums vom eigenen Kind zu erfüllen… und sie bieten Geld für die Eizellspende. Der Betrag befindet sich gewöhnlich im Bereich von $4,000 bis $10,000, aber man kann auch Angebote über $100,000 finden. Sie denken bestimmt warum soll jemand nur $4,000 nehmen, wenn es Angebote gibt für $60,000 oder $80,000. Umso lukrativer die Angebote sind, desto spezieller sind die Voraussetzungen und man hat vielleicht nicht die richtige Rasse, Universitätsabschluß oder Notendurchschnitt. Eigentlich sieht das überhaupt nicht gut und gar nicht altruistisch aus. Haben Menschen, die sich ein Kind für $100,000 kaufen es verdient und sollten sie überhaupt ein Kind haben? Diese Menschen bieten soviel Geld, weil sie sicher gehen möchten, daß die Spenderin ein Supermodel mit hohem IQ und einem Abschluß ist, sie möchten eine spezielle Hautfarbe, Haar und Augenfarbe. Das ist nicht das Gleiche als wenn man einfach ein Kind möchte. Wenn Menschen entscheiden, sie möchten ein Kind, dann entscheiden sie ein Baby zu bekommen und nicht einen entworfenen Supermensch.

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Ein Werbungsbeispiel für Eizellspende

Eltern, die keine Eizellspende nutzen, haben natürlich auch Erwartungen. Vielleicht möchte der Vater einen Jungen, der gern Sport macht oder eine Mutter möchte ein Mädchen, daß wissenschaftlich begabt ist und so weiter, aber das ist nicht das Gleiche als wenn man Geld für eine Erfüllung dieser Chance bezahlt.

Der Punkt ist der, daß man schon Ansprüche und Erwartungen stellt, bevor das Kind überhaupt geboren ist und das man buchstäblich erwartet genau dies zu erhalten, weil man soviel Geld ausgegeben hat. Das ist keine Liebe.
Wer möchte das Kind sein, das für $100,000 gekauft wurde und dann denkt „Wenn sie nur $4,000 bezahlt hätten, wie die anderen… wäre ich dann schlechter oder was? Verdiene ich ihre Liebe nicht?“

Das hört sich vielleicht hart an, aber dies sind alles Dinge die einem in den Sinn kommen, wenn man über die Ethik des Spenderbabys nachdenkt.

Wenn man Eizellen von einer Spenderin für $100,000 kauft, heißt das nicht, daß das Kind nicht geliebt oder gepflegt wird. Aber es zeigt, daß wenn man Geld mit medizinischen Spenden vermischt, dies nicht die beste Idee der Welt ist. Es sollte Einschränkungen geben oder selbst Eizellspende ohne Gebühr so wie in Kanada oder Australien wo all Spenden freiwillig und unbezahlt sind. Man sollte zumindest die Gebühr einschränken auf eine angemessene, nicht verhandelbare, symbolische Summe. Dies funktioniert, bisher, in Australien gut wo alle Eizellspenderinnen anonym und unbezahlt sind. Allerdings wurde die Situation der Eizellempfängerinnen in Australien kürzlich etwas schwierig. Lesen Sie mehr über die Probleme der Eizellspende in Australien.
Dann gibt es noch das Dilemma mit „Autonomie“. Kann eine Frau, die in der Ausbildung ist und Ihre Studiengebühren bezahlen muß eine autonome Entscheidung treffen, wenn ihr mindestens $4,000 geboten werden, um Eizellen zu spenden? Man sollte auch bedenken, daß sie sich über die zukünftigen Auswirkungen nicht bewußt ist, weil diese noch gar nicht erforscht wurden. Sie wird wahrscheinlich das Geld nehmen und das Risiko eingehen.
Wenn große Geldmengen im Spiel sind, ist Altruismus und anderen helfen nur der Hintergrund und das Geschäft steht im Vordergrund. Man kann leicht erkennen, daß manche, manche Gruppen diese Situationen ausnutzen würden.

Gesundheit der Spenderin – IVF Ethik

Zweitens sollte man einen Moment über die Gesundheit der Spenderin nachdenken. Viele Dienstleister sagen, es gibt fast keine Überwachung der Gesundheit der Spenderinnen nach der Behandlung. Die Kliniken sind nicht verpflichtet die Gesundheit der Spenderin Wochen, Monate und Jahre nach der Behandlung zu überwachen, deshalb wissen wir nicht, welche Auswirkung die Eizellentnahme auf die Spenderin in der Zukunft hat. Es geht speziell um die Medikamente, die für die Ovulation benutzt werden und wie sie die Spenderin beeinflußen. Es gibt klinische Berichte, die zeigen, daß der Stimulationsablauf die Chance auf Eierstockkrebs erhöht. Es gibt auch dokumentierte Fälle der Hyperstimulation, Risswunden, Eierstocktrauma, Infektionen, und Unfruchtbarkeit. Die American Society for Reproductive Medicine glaubt, daß man in diesem Gebiet noch weiterforschen und prüfen muß.
Studien zeigen, daß Frauen die Eizellen spenden, um damit Geld zu verdienen, öfters emotional leiden und ihre Entscheidung bereuen, als Frauen, die altruistisch motiviert sind. Es gibt also auch psychologische Bedenken. EggDonationFriends glaubt und befürwortet, daß alle Eizellspenderinnen die beste Patientenversorgung bekommen sollten egal ob es altruistisch oder nicht ist. Eizellspenderinnen sollten über die möglichen Komplikationen Bescheid wissen. Die Medizin sollte nicht einem helfen, und die Gesundheit eines anderen riskieren.

Moralische und ethische Probleme der IVF – und was ist mit der Empfängerin?

Das ethische Dilemma bezieht sich nicht nur auf die Spenderin. Die Eizellempfängerin sollte auch alle moralischen und ethischen Problem der IVF bedenken und eine Entscheidung treffen, die sie und ihr Partner nicht bereuen werden. Das Hauptproblem liegt bei der Ethik des Spenderbabys – sollte man oder sollte man dem Kind nicht über seinen/ihren Ursprung Bescheid geben. Fast alle Spezialisten sind sich einig, daß man dem Kind über seinen/ihren Ursprung erzählen soll. Falls Ihr Kind die Wahrheit erfährt, würde es das Vertrauensverhältnis schwer beschädigen. Außerdem glaubt man, daß es ethisch die richtige Entscheidung ist, Ihrem Kind von dessen Ursprung zu erzählen. Es gibt Ausnahmen, wenn das Geheimnis für das Kind besser wäre.

Manche Mütter sorgen sich auch um die genetischen Probleme, die mit dem Aussehen des Kinds zu tun haben. Sie wunder sich, ob das Kind ihnen gleicht und ob andere Menschen merken und gefühllose Fragen stellen wie „Ihr Junge sieht nicht aus wie sie oder? Sind sind sicher er ist von Ihnen?“ Das sind oft Witze, aber sie können einem ein unbehagliches Gefühl vermitteln. Ihr Spendereizellenbaby mag Ihnen nicht gleichsehen, eine andere Augenfarbe oder andere Nase haben, aber die Kinder nehmen alles weitere von Ihren Eltern an so wie das Lachen oder Lächeln, Eigenheiten.
Das sind die Probleme, die eine Eizellempfängerin nicht von Anfang an hat und erst darüber nachdenkt, wenn die Behandlung schon begonnen hat. Sollte ein psychologische Auswertung der Eizellempfängerin obligatorisch sein, so daß niemand Opfer einer spontanen Entscheidung wird, nicht nur zum Guten der Empfängerin, aber auch zum Guten für die Kinder?

Nie zu spät?

Wenn man im Internet IVF und Eizellspende eingibt, findet man leicht Werbungen die sagen, daß 50-Jährige noch Mütter werden können. Menopause? Keine Sorge – sie zahlen, sie bekommen. Es ist natürlich schwierig zu sagen, aber vielleicht sollten Frauen, die auf natürliche Weise wegen fortgeschrittenem Alter keine Kinder bekommen, keine Babies bekommen. Das hört sich schon wieder hart an, aber die Wahrheit ist, daß ein älterer Körper nicht gut für Schwangerschaft und Geburt ausgestattet ist ohne einen negativen Einfluß auf die Gesundheit der Mutter zu haben. Die IVF Ethik geht in diesem Fall weit über die Gesundheitsprobleme hinaus.

Eines das immer wieder missachtet wird, ist der einfache Fakt, daß eine 50-Jährige Frau, die ein Kind gebärt, die gleicht Frau ist dann 60 Jahre alt und hat ein Kind im Alter von 10 Jahren. Ist sie fit genug, um sich um das Kind zu kümmern? Das ist in diesem Fall schwierig zu beurteilen. Aber es gibt Fälle, die einem Angst machen!

Wie der Fall den man auf der Webseite einer Kinderwunschklinik in Indien lesen konnte, wo eine Frau mit 69 Jahren ein Kind geboren hat nachdem sie eine Eizellspende verwendet hat. Diese Frau ist 80 Jahre alt, wenn ihr Kind 10 wird. Wunder oder nicht, dieser Fall ist sehr extrem. Es geht nicht darum, daß wir denken die Mutter hat Schuld. Der Wunsch der Mutter ein Kind zu bekommen, hat sie sicher überwältigt, so daß sie nicht alles bedacht hat und die Verantwortung der Klinik wäre es gewesen eine aufschlußreiche, psychologische Untersuchung zu machen und ihr vernünftig zu erklären, daß sie dem Kind Kummer bereitet, wenn sie sich für diese Behandlung entscheidet. Deshalb wäre eine psychologische Untersuchung eine kluge Lösung speziell für Frauen die wesentlich älter sind.

Lassen Sie Eizellspende nicht zu Ausbeutung werden

Wir wir am Anfang gesagt haben, es gibt keinen Zweifel, daß Eizellspende Gutes tun kann und viel Gutes tut. Es gibt allerdings Menschen, die nur auf eine finanzielle Gelegenheit aus sind und verderben was gemacht wurde, um anderen zu helfen und es nur für den Profit verwenden. Man sollte definitiv in die Richtung von „gebührenfrei“ und freiwilliger Eizellspende gehen, so daß kein Zweifel besteht, daß man unfruchtbaren Paaren hilft und nicht nur jemand ein Opportunist ist, der Geld verdienen möchte. Zu guter Letzt brauchen wir noch mehr Aufmerksamkeit und Überprüfung der Gesundheit der Spenderinnen und Kindern, die über Eizellspende geboren werden.

Bis daß Eizellspende wirklich eine Spende und keine bezahlte Dienstleistung ist, sollten wir alle vorsichtig sein und nach gutem Gewissen handeln.

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