Ist es emotional eine Eizellspenderin zu sein – ein Interview mit Kelley

Am Frauentag haben wir einen speziellen Artikel für sie. Heute feiern wir die Fraulichkeit und den Zusammenhalt, weil wenn Frauen einander unterstützen, passieren wunderbare Dinge. Wir schätzen und erkennen Frauen an, die anderen Frauen das wertvollste Geschenk überhaupt geben – das Geschenk des Lebens.

Falls Sie mit Unfruchtbarkeit kämpfen und vorhaben eine Behandlung mit Eizellspende zu machen, und sich gewundert haben wie Frauen entscheiden eine Eizellspenderin zu werden. Es gibt viele Fragen, die man sich selbst stellt: können Frauen ihre Eizellen anonym spenden? Bekommen sie Geld für die Eizellen? Was sind die Voraussetzungen für Eizellspende? Wo spendet man Eizellen? Und schließlich, wie fühlt es sich an eine Eizellspenderin zu sein?

EggDonationFriends hat eine wunderbare Frau interviewt, eine Krankenschwester und Eizellspenderin – Kelley Hageman aus den USA. Man kann auch im Elephant Journal über sie lesen.

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EggDonationFriends: Können Sie ein bisschen über sich selbst erzählen? Wo kommen Sie her? Welche Interessen haben Sie?

Kelley: Ich bin Kinderkrankenschwester. Ich habe noch keine eigenen Kinder, aber hoffe, daß ich es eines Tages haben werde. Ich wurde in Denver, Colorado geboren und bin dort aufgewachsen. Ich liebe es zu wandern, fotografieren, malen, schreiben, reisen und Yoga zu praktizieren.

 

EDF: Wann begannen Sie daran zu denken eine Eizellspenderin zu werden?

Kelley: Ich habe zum ersten mal 2013 für ein Paar aus Italien gespendet, und ich habe ein zweites Mal 2014 für eine Familie aus Kalifornien gespendet. Ich habe ein paar Werbungen gesehen, die um Eizellspende gebeten haben, aber ich habe mir zuerst nicht viele Gedanken gemacht. Eine Freundin von mir bewarb sich Eizellspenderin zu werden, aber es gab Komplikationen mit ihrer Blutuntersuchung und sie konnte nicht spenden. Als ich mich zur Bewerbung entschied, dachte ich, ich überlasse es dem Zufall – wenn mich eine Familie wählt, dann sollte es so sein. Und dann sollte es zweimal so sein!

 

EDF: Wie haben die Menschen, die Ihnen am nächsten sind, auf die Neuigkeit reagiert? Wussten sie von Anfang an über Ihre Entscheidung Bescheid?

Kelley: Am Anfang waren sie etwas dagegen, weil sie sich mit dem Prozess der Eizellspende nicht auskannten. Der Gedanke, daß man nicht Teil vom Leben des Kindes/der Kinder sein kann, war auch schwierig für manche zu verstehen. Eventuell haben sie sich mit dem Gedanken angefreundet und haben mich vollstens unterstützt.

 

EDF: Wer hat Sie unterstützt?

Kelley: Meine Unterstützung kam von meinen Freunden und Familie.

 

EDF: Woher stammte die Information über die Eizellspendeablauf?

Kelley: Dem Internet. Ich las über den Ablauf, Risiken, etc. bevor ich mich beworben habe, und als ich von der Agentur akzeptiert wurde, haben sie mir den Ablauf in großem Detail erklärt.

 

EDF: Wurden Sie für die Eizellspende bezahlt?

Kelley: Ja, ich wurde beide Male bezahlt. Aber man sagt nicht, man wurde für die Eizellen bezahlt, weil das wäre ja, als ob man ein Organ verkauft, außerdem gibt es ja keine Garantie, daß die Eizellen einnisten. Man wird für den Ablauf den wir durchmachen, bezahlt.

 

EDF: Wie sah die Vorbereitung zur Eizellspende für Sie aus? Mußten Sie psychologische Untersuchungen machen?

Kelley: Es war umfangreich! Ich hatte Blutuntersuchungen, Ultraschalls, IQ Test, genetischer Test, und dann natürlich noch eine ganze Reihe an Information über die medizinische Vorgeschichte/Familiengeschichte.

 

EDF: Erzählen Sie uns etwas über die hormonelle Stimulation. Wie war das für Sie?

Kelley: Umfangreicher als ich angenommen hatte. Zuerst war es in Ordnung, aber dann um den Tag 6 fühlte es sich an als würden meine Eierstöcke explodieren. Ich glaube nicht, daß die extra Hormone mit meinen Emotionen mehr als üblich gespielt haben, aber man fühlt nach ein paar Tagen, wenn sie sich aufgebaut haben den Unterschied.

 

EDF: Sind sie eine anonyme oder offene Spenderin?

Kelley: Offene Spenderin.

 

EDF: Falls Sie eine offene Spenderin sind, was für eine Beziehung hätten Sie gerne mit den werdenden Eltern?

Kelley: Ich habe schon zweimal gespendet und bin offene Spenderin, ich habe eine gute Beziehung mit beiden Familien, und die Kinder nennen mich Kelley. Sie schicken mir Fotos und Updates, und ich habe beide Familien mehrmals besucht. Beide Familien sind mehr als wundervoll.

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EDF: Glaube Sie, daß sie die Eizellspende verändert hat?

Kelley: Ja! Weil ich weiß, daß ich half etwas zu verändern und zwei Familien unendlichen Stolz und Freude gebracht habe, ist es wahrlich fantastisch für mich. Ich habe vor der Eizelleinnistung nicht viel über den Unterschied nachgedacht, aber sie haben sich zu vier schönen, lustigen, und klugen Kindern entwickelt, es aus erster Hand zu sehen, hat mich für immer verändert, im besten Sinn.

 

EDF: Wie war Ihre Verfassung und Gedanken nachdem die Spende beendet war?

Kelley: Ich habe mich okay gefühlt. Am Anfang wußte ich nicht, daß die Familie mir erlauben würde, die Kinder zu kennen, ich glaube ich war zuerst traurig, daß ich nicht wissen würde was mit der Spende passiert ist. Aber als ich die Nachricht bekam, daß die Eizellen „feststeckten“ hat es alles verändert. I fühlte Liebe, Glück, und Hoffnung, für Dinge die größer waren als ich selbst. Ich dachte, ES HAT WIRKLICH GEKLAPPT!

 

EDF: Haben Sie weitere Pläne in der Zukunft zu spenden?

Kelley: Ich habe darüber nachgedacht. Ich bin jetzt 32, also denke ich meine Eizellen sind jetzt „alt“, aber ich habe noch Kontakt mit der Agentur und wenn ich immernoch in das Schema für Eizellspende passe und die Agentur es noch erlaubt. Ich würde niemals nie sagen, aber zu diesem Zeitpunkt in meinem Leben habe ich eine Karriere und Verantwortungen die meine volle Aufmerksamkeit verlangen. Also wenn es zeitlich gehen würde, würde ich wahrscheinlich zu einer Eizellspende nicht nein sagen.

 

EDF: Würden Sie gerne etwas zu den Frauen sagen, die gern Eizellspenderin wären?

Kelley: Wenn du denkst, daß es das richtige für dich ist, sage ich, mach es! Du gibst keinem Fremden deine Eizellen die nichts bedeuten. Du hilfst jemandem das Geschenk des Lebens zu geben! Das ist an und für sich eines der wunderschönsten und selbstlosesten Geschenke die man geben kann.

 

EDF: Was können Sie werdenden Eltern sagen, die eine Eizellspendebehandlung nutzen?

Kelley: Es geht uns nicht ums Geld, den Eizellspenderinnen. Echt, eine Eizellspenderin zu sein, heißt man spendet aus Liebe, und Hoffnung, für dich, und für deine Träume eine Familie zu werden. Und wir hoffen, unsere Eizellen funktionieren auch! Wir sind ein Team!

Wußten Sie schon, daß Kelley wunderbare Fotos macht? Folgen Sie Kelley und EggDonationFriends auf Instagram.

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