Embryotransfer, Einnistungszeitfenster und frische Spendereizellenbehandlung – ist die Synchronisation der Zyklen schwierig?

Ist die Synchronisation der Zyklen in frischen Spendereizellbehandlungen schwierig?

Darunter finden Sie 3 aufgezeichnete Antworten von 3 IVF Experten.

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Dr. Juan Carlos Castillo, Instituto Bernabeu, Spain

Antworten von Dr. Castillo

Ich möchte sagen, dass alle Eizellspendezyklen mittlerweile Routine bei Kinderwunschbehandlungen sind. Eizellspendezyklen geben uns eine einzigartige Möglichkeit Patientinnen mit oder ohne Eierstockfunktion zu behandeln. Patientinnen ohne Eierstockfunktion – das heißt, die Eierstöcke haben zu früh ihre Funktion aufgegeben oder die Menopause hat eingesetzt – eine Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ist vor einer Eizellspendebehandlung Pflicht. Die Vorbereitung des Endometrium geschieht mit zwei Hormonen: Östrogen und Progesteron. Die Rolle des Östrogen ist es die Dichte des Endometrium aufzubauen und dieses Hormon kann auf verschiedenen Wegen eingenommen werden. Man kann es oral einnehmen, über die Haut zuführen oder vaginal einführen. Nachdem das Endometrium mit Östrogen vorbereitet wurde, muss ein weiteres Hormon zugeführt werden – Progesteron – dies kann auch auf verschiedene Weise passieren. Zum Beispiel vaginal, was am Häufigsten gewählt wird, speziell in Europa. Man kann es aber auch oral, subkutan oder intramuskulär zuführen. Bei Patientinnen mit aktiver Eierstockfunktion muss man diese mit einem Medikament einstellen – ein Gonadotropin auslösendes Hormon – dadurch werden die Patientinnen kurzzeitig pharmakologisch in die Menopause versetzt. Das Ziel hierbei ist die Synchronisation des Zyklus von Spenderin und Empfängerin zu umgehen. Danach machen wir mit der Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut weiter, genauso wie bei Patientinnen ohne Eierstockfunktion.

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Dr. Esther Marban, Clinica Tambre, Spain

Antworten von Dr. Marban

Wir machen es jeden Tag. Wir synchronisieren die Patientinnen und Spenderinnen täglich, man kann es auf unterschiedliche Weise tun. Ein Weg ist die Pilleneinnahme. Die Patientin und Spenderin nehmen die Pille und hören zur gleichen Zeit auf, ihre Periode beginnt mehr oder weniger gleichzeitig und die Zyklen laufen parallel. Außerdem kann man auch eine Spritze mit dem Namen Decapeptyl geben, diese muss die Patientin im richtigen Augenblick ihres Zyklus spritzen – wenn man mit der Vorbereitung des Endometrium beginnt. Das Endometrium kann warten bis die Spenderin ihren Zyklus beginnt und wir die Eizellen haben. Man kann beide Methoden nutzen, um sie so abzugleichen wie wir es brauchen.

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Dr. Maria Arque, Fertty International, Spain

Antworten von Dr. Arque

Um den Zyklus der Eizellspenderin mit der Empfängerin zu synchronisieren, muss man gewöhnlich ein paar Wochen die Pille einnehmen, weil nur so können beide ihre Periode zur gleichen Zeit bekommen. Wenn beide mit der Pilleneinnahme aufhören, bekommen sie ihre Periode zwei bis vier Tage später, dann wird die Eizellspenderin mit der Eierstockstimulationsbehandlung beginnen, so dass die Eizellen wachsen und die Empfängerin beginnt mir der Vorbereitung des Endometrium. Ca. zehn bis zwölf Tage später ist die Eizellspenderin bereit für die Eizellentnahme und das Endometrium der Empfängerin ist bereit für den Empfang der Eizellen. Am Tag der Eizellentnahme werden die Eizellen mit dem Sperma befruchtet und die Empfängerin der Embryonen wird mit der Progesteronbehandlung beginnen und fünf Tage später kommt es dann zum Embryotransfer. Offensichtlich ist es etwas schwieriger den Zyklus zu synchronisieren wenn man frische Eizellen nutzt, aber es ist möglich und wir beachten, dass es ein kleines Risiko gibt, dass der der Zyklus wegen unvorhergesehenen Dingen abgesagt werden muss, wie z.B. die Spenderin reagiert nicht auf den Zyklus, das Endometrium reagiert nicht so wie wir das wollen und dann müssen wir es verschieben.

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#IVFanswers 3 aufgezeichnete Antworten von 3 IVF Experten

Three IVF experts answering the same question.

About the Author

Dorothy Walas

Dorothy Walas

Dorothy has solid background in communication, social media, and content creation. She is always on the lookout for news in the IVF industry and is in touch with IVF organisations, writers, bloggers and clinics. Dorothy believes in transparency of the message sent to patients and easy access to IVF knowledge. She manages the website and social media content to educate patients, spread awareness about egg donation, bust the IVF myths and assist patients in making decisions that are right for them, not for the clinic. Dorothy’s personal interests are strongly linked to her work; she is interested in biology, genetics and is an advocate of healthy and active living.

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