Wie kann IMSI, IMSI-MSOME oder andere Eingriffe bei Problemen mit männlichem Faktor weiterhelfen?

Gibt es etwas, dass man durch IVF Labortechnologien gegen männlichen Faktor machen kann: IMSI, MACS, PICSI und noch viel mehr?

Darunter finden Sie 3 aufgezeichnete Antworten von 3 IVF Experten.

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Dr. Ruth SanchezReproduction Unit of Clinic Vistahermosa, Spanien

Antworten von Dr Sanchez

IMSI besteht aus der Spermienauswahl mit einem Mikroskop, das 15x mehr vergrößert als das Mikroskop welches für ICSI verwendet wird. Obwohl man annehmen sollte, dass die Spermienauswahl die Schwangerschafts-und Einnistungsrate erhöht und die Fehlgeburtenquote verringert, ist die Realität anders. Es gibt Studien, die die Unwirksamkeit dieser Auswahltechnik zur Verbesserung der Schwangerschaftsraten gezeigt haben Außerdem ist es eine sehr teure Methode, die viel Zeit für die Spermasuche braucht, was einen negativen Effekt für die Mikroinjektion der Eizelle hat. Im Moment ist IMSI eine Technik, die gut ausgearbeitete Studien braucht, um uns ausreichend wissenschaftlich zu beweisen, ob es wirklich einer bestimmte Patientengruppe hilft. Jetzt ist die Gültigkeit beschränkt auf das kommerzielle Marketing des behandelnden Zentrums.

PICSI ist eine weitere Technik, die eine Auswahl des Sperma durch ICSI involviert in dem sie mit synthetische Material behandelt werden, welches der klaren Eizellzone entspricht, so dass ein reifes Sperma, dessen DNA nicht beschädigt ist mit diesem synthetischen Material verbunden bleibt. Anschließend wird das Sperma zur Mikroinjektion genutzt, was eine alte aber einfach ausgeführte Methode mit der heutigen Auswahltechnik ist bei der es durch Annexinsäulen geseiht wird, was nicht apotopische Samen auswählt, ohne diese Methoden zu durchgehen.

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Dr. Aldo Isaac Meneses RiosUR Ciudad de Mexico, Mexiko

Antworten von Dr Rios

IMSI besteht aus der Spermienauswahl mit einem Mikroskop, das 15x mehr vergrößert als das Mikroskop welches für ICSI verwendet wird. Obwohl man annehmen sollte, dass die Spermienauswahl die Schwangerschafts-und Einnistungsrate erhöht und die Fehlgeburtenquote verringert, ist die Realität anders. Es gibt Studien, die die Unwirksamkeit dieser Auswahltechnik zur Verbesserung der Schwangerschaftsraten gezeigt haben Außerdem ist es eine sehr teure Methode, die viel Zeit für die Spermasuche braucht, was einen negativen Effekt für die Mikroinjektion der Eizelle hat. Im Moment ist IMSI eine Technik, die gut ausgearbeitete Studien braucht, um uns ausreichend wissenschaftlich zu beweisen, ob es wirklich einer bestimmte Patientengruppe hilft. Jetzt ist die Gültigkeit beschränkt auf das kommerzielle Marketing des behandelnden Zentrums.

PICSI ist eine weitere Technik, die eine Auswahl des Sperma durch ICSI involviert in dem sie mit synthetische Material behandelt werden, welches der klaren Eizellzone entspricht, so dass ein reifes Sperma, dessen DNA nicht beschädigt ist mit diesem synthetischen Material verbunden bleibt. Anschließend wird das Sperma zur Mikroinjektion genutzt, was eine alte aber einfach ausgeführte Methode mit der heutigen Auswahltechnik ist bei der es durch Annexinsäulen geseiht wird, was nicht apotopische Samen auswählt, ohne diese Methoden zu durchgehen.

Es ist wichtig zu sagen, dass die Annexinauswahl günstiger ist als PICSI und die Schwangerschaftsrate ist ähnlich.

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Evi Tymotheou,
Senior Clinical Embryologist
Assisting Nature, Griechenland

Antworten von Evi Tymotheou

Die Samenauswahl vor der Befruchtung ist ein wichtiger Schritt für den IVF Erfolg. Wenn unter anderem ein männlicher Faktor involviert ist, kann die Wahl des besten und herausragendem Sperma zum Problem werden. Diese Fälle verlangen einen anderen Behandlungsansatz. Als Ergebnis werden weitere Techniken angewendet und jede hat einen bestimmten Zweck. Um das beste Sperma auszuwählen, werden am meisten folgende gewöhnliche Techniken genutzt:

  • Intrazytoplasmatische morphologisch ausgewählte Spermien Injektion auch IMSI genannt
  • Physiologische intrazytoplasmatische Spermieninjektion auch PICSI genannt
  • Magnetische aktivierte Zellsortierung auch MACS genannt
  • Hypo-Osmotischer Schwelltest auch HOS genannt
  • Mikrofluidischer Zellkultur-Chip

Außer diesen Techniken gibt es andere, die nicht so oft verwendet werden. Eine Methode die eine Intrazytoplasmatische Injektion der morphologisch ausgewählten Spermien erlaubt wird auch IMSI genannt. Das Samenbild wird bis zu 6600x vergrößert, was dem Embryologen erlaubt, nur die gesündesten auszuwählen, die die beste Morphologie haben. Ergebnisse des IMSI-Bildes hilft Spermatozoen mit mitochondrischem Defekt oder DNA-Beschädigung zu verwerfen und hilft Spermatozoen mit normalem Zellkern und Zellmaterial zu identifizieren.

IMSI kann helfen, die Schwangerschaftsrate von Patienten zu erhöhen, die mit schlechter Samenmorphologie kämpfen und mit Oligo-asthenoteratozoospermia diagnostiziert wurden. Studien zeigen, dass diese Methode zu erfolgreichen Befruchtungsraten, besserer Embryoqualität und als Konsequenz besseren Schwangerschaftsraten führen kann. Außerdem ist IMSI eine hilfreiche Technik bei Paaren mit unbekannter Unfruchtbarkeit oder Paaren mit wiederholten erfolglosen Einnistungen.

Eine weitere Methode ist PICSI. PICSI bietet ein neues Beurteilungskriterium für die Wahl des Sperma und basiert auf der Bindungsfähigkeit des Samens an Hyaluronsäure. Speziell werden bei dieser Methode besondere Petrischalen mit bestimmtem Kulturmedium genutzt, dass aus Hyaluronsäure besteht. Wenn die Samenprobe in die Schale eingefügt wird, kann sich nur Spermatozoen mit der besten Qualität an die Säure binden und als Konsequenz werden diese vom Embryologen für die Mikro-Fertilisation ausgewählt. Das Prinzip dieser Methode basiert auf dem Wissen, dass Hyaluronsäure natürlich in der Substanz vorkommt, die die Eizelle umgibt und spielt deshalb eine kritische Rolle bei der Verschmelzung zwischen Samen und Eizelle. Deshalb sollte Spermatozoen, dass die Bindungsfähigkeit an Hyaluronsäure hat, reif und mit weniger abnormalen Chromosomen sein. Diese Methode ist hilfreich im Fall von Misserfolg oder niedrigen Erfolgsquoten nach Transfer bei Paaren mit niedriger Embryoqualität, wiederholtem Einnistungsversagen, bei Embryonen, die sich nicht ordnungsgemäß entwickeln und zu Fehlgeburt führen oder wenn der Mann mit schlechter Fruchtbarkeit und einer großen Anzahl von fragmentierter Samen-DNA diagnostiziert wurde.

Eine weitere Technik, die wir nutzen wird MACS genannt. Diese Methode basiert auf der Nutzung magnetischer Nanopartikel, die oberflächenspezifische Antikörper haben, um apoptopische Spermatozoen zu erkennen und anzuhaften. Die Probe passiert dann einen magnetischen Filter, der die apoptopischen Spermien zusammenbindet, so dass die normalen durchfließen können. Diese Methode ist hilfreich bei Paaren mit schlechter Embryoqualität sowie Paaren die Fehlgeburten hatten oder wenn der man mit schlechter Fruchtbarkeit und einer großen Anzahl von fragmentierter Samen-DNA diagnostiziert wurde.

HOS ist eine Methode bei der die Chromatinintegrität durch Schwellung des Zytoplasma durch das Schwanzkringeln des Sperma geschätzt wird, wenn es unter hypo-osmotischen Bedingungen ausgesetzt wird. Dies basiert auf dem Wissen, dass ein Flüssigkeitstransport zwischen intakten Zellmembranen unter hypo-osmotischen Bedingungen besteht bis ein Gleichgewicht hergestellt wurde. Durch die Flüssigkeitszufuhr wird sich die Zelle erweitern und aufwölben – speziell der Schwanz – und diese Veränderung kann unter einem Phasenkontrastmikroskop festgestellt werden. Diese Methode wird Paaren mit völlig unbeweglichen Sperma empfohlen.

Die letzte Methode die wir nutzen ist den FERTILE® Zellkultur-Chip, was zur einmaligen Verwendung mit 5 Fließbahnen auf dem Objektträger genutzt wird. Es besteht aus einer Einlassöffnung, die mit einem größeren Ablauf durch einen Mikroflüssigkeitskanal verbunden ist. Die geringe Kanaltiefe erzwingt die Migration der schlechten Spermien während es den beweglichen, gesunden Spermien ermöglicht zum Ablauf zu schwimmen, wo sie dann zur Weiterverwendung bereit sind. FERTILE® Objektträger helfen bei der Auslöschung von beschädigenden Eingriffen, die im Zusammenhang mit Samenwäsche und Gradientenzentrifugation stehen. Außerdem hat das durch den FERTILE® Chip sortierte Sperma bessere Morphologie, niedriger Werte reaktiver Sauerstoffarten und weniger DNA Fragmentierung als die ursprüngliche Samenprobe. Als Schlussfolgerung sollten wir daran denken, dass der männliche Faktor bei Unfruchtbarkeit eine Kombination aus wenig Samenkonzentration, schlechter Samenbeweglichkeit oder abnormaler Morphologie sein kann. Mit den oben genannten Methoden können wir die Befruchtungsrate nach ICSI, die Embryoqualität, die Blastulation, Einnistung und Schwangerschaftsrate verbessern. Unsere Aufgabe bei der Nutzung all dieser Techniken ist – außer der Quoten – Ihnen zu einem gesunden Baby zu verhelfen.

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About the Author

Dorothy Walas

Dorothy Walas

Dorothy has solid background in communication, social media, and content creation. She is always on the lookout for news in the IVF industry and is in touch with IVF organisations, writers, bloggers and clinics. Dorothy believes in transparency of the message sent to patients and easy access to IVF knowledge. She manages the website and social media content to educate patients, spread awareness about egg donation, bust the IVF myths and assist patients in making decisions that are right for them, not for the clinic. Dorothy’s personal interests are strongly linked to her work; she is interested in biology, genetics and is an advocate of healthy and active living.

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