Gibt es einen Unterschied bei Erfolgsraten von IVF mit Spendereizellen in Bezug auf das Alter der Frau?

Gibt es eine Verbindung zwischen dem Alter der Frau und den Erfolgsraten bei IVF mit Spendereizellen?

Darunter finden Sie 3 aufgezeichnete Antworten von 3 IVF Experten.

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Dr. Robert NajdeckiAssisting Nature, Griechenland

Antworten von Dr Najdecki

Der Erfolg einer jeglichen künstlich reproduktiven Behandlung hängt von vielen Faktoren ab, besonders wenn man mit der weiblichen Unfruchtbarkeit kämpft, Alter ist ein wichtige Bestimmung für das Ergebnis. Bei fortgeschrittenem Alter ist die Oozytenqualität verschlechtert, speziell im alter von über 35 Jahren. Die Oozytenqualität bezieht sich direkt auf die Qualität der gebildeten Embryonen und deshalb die Chancen auf ein positives Ergebnis. Doch manchmal haben selbst jüngere Frauen keine guten ovariellen Reserven. In diesen Fällen, wenn das AMH niedrig ist, können oft keine Oozyten entnommen werden.

Die Aufnahme von Frauen mit vorzeitiger ovarieller Funktion in ein Eizellspendeprogramm ist manchmal der einzige Weg eine gewünschte Schwangerschaft zu erzielen. Zuletzt, aber nicht unwichtig, ist die Alternative der Oozytenspende auch bei Frauen mit genetischem Defekt, abnormaler Karyotypisierung oder genetischer Erkrankung ansprechend. Es ist keine einfache Entscheidung Eizellen anzunehmen. Empfängerinnen sorgen sich oft um den Gesundheitszustand der Spenderin und die daraus folgende Eizellqualität. Zum Glück akzeptieren Eizellbanken nur körperlich und mental gesunde Spenderinnen, die viele medizinischen Test, Untersuchungen und psychologischen Bewertungen bestehen müssen.

Die medizinische Vorgeschichte der Spenderin wird ausführlich untersucht und die Gesundheit der Spenderin exzessiv durch medizinische Tests nach griechischer Gesetzgebung getestet. Außer normalen genetischen Untersuchungen, die den Karyotyp, Alpha und Beta-Thalassämie, Mukoviszidose, schwachen Eizellen bestimmen, gibt es so viele weitere genetische Tests, die vom Paar angefordert werden können. Zum Beispiel bieten wir unseren Patienten eine Auswahl integrierter genetischer Untersuchungen und Behandlungspakete, die viele monogenetische Erkrankungen beinhalten. Wir befürworten stark PGS (genetische Präimplantationsdiagnostik) bei allen reproduktiven Patientinnen, wir bieten pränatale genetische Tests für alle Blastozystenkulturen durch die Nutzung von NGS. Die durchschnittliche Einnistungsrate bei Embryotransfer von euploiden Blastozysten liegt bei 60%.

Aber wie beeinflusst das Patientenalter der Empfängerin die Erfolgsquote von IVF mit Spendereizellen?

Das Ziel einer Eizellspendebehandlung ist optimale Eizellqualität für optimale Ergebnisse anzubieten. Das Alter der Empfängerin beeinflusst das Ergebnis der Spenderbehandlung nicht, der einzige Faktor der die Eizellqualität beeinflusst ist das Alter und Status der Spenderin. Der einzige Parameter den man in Bezug auf die Empfängerin bedenken sollte und der das Ergebnis des Embryotransfer beeinflussen könnte, ist die Aufnahmefähigkeit der Gebärmutterschleimhaut und jegliche anatomische Defekte, die das Ergebnis gefährden könnten. Es ist ungemein wichtig, dass die Empfängerin einen normalen Menstruationszyklus hat, entweder natürlich oder mit der Hilfe von Hormonen. Um jegliche anatomischen Probleme auszuschließen, sollte eine hysteroskopische Untersuchung durchgeführt werden. Wir empfehlen eine Hysteroskopie vor dem Embryotransfer von all unseren reproduktiven Patienten. Während der Hysteroskopie wird die Gebärmutterhöhle vollständig untersucht. Pathologien, die nicht mit dem Ultraschall ersichtlich sind, so wie kleine Polypen, können entfernt werden und ein Grad 1 oder 2 Septum kann korrigiert werden.

Unsere Daten zeigen, dass ein einschichtiges Ankratzen während der Hysteroskopie eine wichtige Rolle beim Einnistungsprozess spielt, was die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft um bis zu 5% erhöht. Nachdem Ankratzen führt eine Wartezeit von 2 Zyklen zu der höchsten Einnistungserfolgsquote. Richtige Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ist fundamental bei der Schwangerschaftserzielung und muss wie folgt durchgeführt werden. Am ersten Tag des Zyklus muss das Ersatzprotokoll begonnen werden. Am Tag 1 werden Estradiol und Progesteronwert geprüft und ein transvaginaler Ultraschall durchgeführt, um den Beginn des Protokolls zu bestätigen. Während des Protokolls müssen noch mindestens 2 weitere Ultraschalluntersuchungen und Bluthormonuntersuchungen durchgeführt werden. Die Überwachung des Progesteronwerts ist wichtig, da ein vorzeitiger Wertanstieg den Zyklus gefährden und zum Behandlungsabbruch führen kann.

Die Dichte des Endometrium sollte bei mehr als 8mm liegen und Progesteron bei unter 1 ng/ml, dies sind die Grundvoraussetzungen für ein glückliches Ende. Der Embryotransfer kann entweder während des frischen Zyklus oder als FRET Zyklus (gefrorener Embryozyklus) durchgeführt. Beim frischen Transfer werden die Empfängerin und Spenderin synchronisiert, so dass ein Embryotransfer während des Zyklus durchgeführt werden kann in dem die Entnahme und Befruchtung der Eizelle stattfinden. Beim gefrorenen Zyklus werden vorher gefrorene Blastozysten nach dem Auftauen in den vorbereiteten Uterus übertragen. Bei Assisting Nature liegt die geschätzte Schwangerschaftsrate bei Embryotransfer bei 62% für das Jahr 2017. In beiden Fällen, wenn alle Embryonen von einer einzelnen Eizellentnahme übertragen wurden, wird der Index der Gesamtschwangerschaftrate genutzt. Gesamtquoten sind eine Indikation für Erfolg eines IVF Zyklus. Die Gesamtanzahl wird durch die Anzahl der erzielten Schwangerschaften nach der Gesamtanzahl der Embryoübertragungen während eines einzelnen Eizellentnahmezyklus errechnet. Im

Fall der Empfängerin wird die Gesamtrate durch das Ergebnis des Embryotransfers einer einzelnen Spenderzelle errechnet. Im Jahr 2017 hat Assisting Nature eine Gesamtschwangerschaftsrate von bis zu 75% erzielt. Aber der wichtigste IVF Erfolg ist die Babyquote. Nach einer Eizellspendebehandlung in unserem Zentrum ist die geschätzte Gesamtlebendgeburtsrate bei 64%. Wenn man alles zusammen betrachtet, ist das Alter der Empfängerin für das Ergebnis einer Spenderbehandlung nicht entscheidend, da der Faktor bei der Eizellqualität, dem Alter und Status der Spenderin liegt. Richtige Vorbereitung der Gebärmutterschleimhaut ist fundamental bei der Schwangerschaftserzielung. Wir empfehlen eine hysteroskopische Untersuchung der Gebärmutterhöhle vor dem Embryotransfer und das einschichtige Ankratzen der Gebärmutterschleimhaut.

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Dr. Ruth SanchezReproduction Unit of Clinic Vistahermosa, Spanien

Antworten von Dr Sanchez

Weil die Eizellen gespendet wurden, ist das Alter der Eizellen, was sehr wichtig für die Erfolgsrate ist, schon garantiert. Gesetzlich muss die Spenderin weniger als 35 Jahre alt sein, obwohl die große Spendermehrheit in unserer Klinik weniger als 30 Jahre alt ist. Ob das Alter der Empfänger Einfluss auf die Gameten hat, normalerweise, wenn keine Gebärmutterpathologie besteht, sollte es die Schwangerschaftsrate nicht beeinflussen. Man sollte wissen, dass Patientinnen, die zur Eizellspende kommen, gewöhnlich älter als 40 sind, und in diesem Alter ist die Wahrscheinlichkeit auf Gebärmutterprobleme, wie zum Beispiel Myome, Adenomyosis und so weiter höher und kann die Einnistungsquote senken und das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.

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Dr Aldo Isaac Meneses Rios,
UR Ciudad de Mexico, Mexiko

Antworten von Dr Rios

Das Alter der Eizelle ist der Hauptfaktor bei der Erfolgsrate. Als Teil unserer Qualitätskontrolle garantieren wir, dass das Alter der Eizellspenderin zwischen 20-30 Jahren ist und sie selbst Mutter ist (bewiesene Mutterschaft). Bei dieser Altersspanne reduzieren wir bei der Eizellgewinnung die Wahrscheinlichkeit arbeitsunfähiger Eizellen. Mit dieser Auswahl reduzieren wir die Fehlgeburtenrate und erhöhen die Schwangerschaftsquoten.

Sonst sollte das Alter der Empfängerin keinen Einfluss auf die Schwangerschaftsrate haben, es sei denn es liegt eine Gebärmuttererkrankung vor.

Man sollte wissen, dass Patientinnen, die zur Eizellspende kommen, gewöhnlich älter als 40 sind, und in diesem Alter ist die Wahrscheinlichkeit auf Gebärmutterprobleme, wie zum Beispiel Myome, Adenomyosis und so weiter höher und kann die Einnistungsquote senken und das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen.

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Three IVF experts answering the same question.

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