Was soll ich tun wenn meine IVF mit Spendereizellen erfolglos bleibt?

Welche weiteren Schritte werden nach erfolgloser IVF mit Spendereizellen empfohlen?

Darunter finden Sie 3 aufgezeichnete Antworten von 3 IVF Experten.

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Dr. Uljana Dorofeyeva, Intersono Clinic, Ukraine

Antworten von Dr. Dorofeyeva

Ich möchte, dass die Patientinnen verstehen – und dies ist bekannt – dass die statistischen Ergebnisse für eine erste erfolgreiche IVF Behandlung, selbst wenn man Spendereizellen nutzt, bei 55-60% liegt. Diese Daten stammen von unserer Klinik. Normalerweise empfehlen wir unseren Patientinnen und konzentrieren uns auf die Gesamtschwangerschaftsrate bei abgeschlossenen Zyklen mit Nutzung von Spendereizellen, die die Patientinnen bekommen haben. Wir empfehlen mindestens 8 gefrorene oder frische Eizellen zu bestellen, um eine gewissen Anzahl Blastozysten zu bekommen. Gewöhnlich übertragen wir einen Blastozyst im ersten Zyklus und haben ein paar für die nächsten Zyklen übrig, falls der erste Zyklus erfolglos bleibt. Die Gesamtschwangerschaftsrate wenn man Blastozysten in einem Zyklus nutzt, ist in unserer Klinik 87%. Das heißt nach jedem einzelnen Zyklus der erfolglos ist, machen wir eine Analyse nach dem Grund warum dieser bestimmte Zyklus erfolglos war. Es könnte wegen der Aufnahmefähigkeit des Endometrium sein, Einnistungsversagen, oder Immunologie der Patientin. Wenn man alle Faktoren betrachtet und versteht was man als nächstes tun und verändern muss damit man die Patientin auf den nächsten Zyklus vorbereiten kann, sind unsere Erfolgsraten in Folgezyklen höher. Man muss die Patientin über die Gründe des Misserfolges aufklären und sich auf die Gesamtschwangerschaftsquote konzentrieren, sowie auf die Weiterbehandlung und dem Arzt vertrauen, bis ein erfolgreiches Ergebnis erzielt wird.

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Dr. Maria Arqué,
Fertty International, Spain

Antworten von Dr. Arqué

In den Fall wenn IVF mit Spendereizellen fehlschlägt ist es an der Zeit eine Pause zu machen und die Situation zu analysieren. Als erstes müssen wir die Qualität der übertragenen Embryonen überprüfen. Es ist wichtig die Embryonen am Tag 3 zu sehen, falls sie schon Blastozysten waren, was war der Zustand und man muss die Spenderin prüfen. Hat sie schon andere Zyklen gemacht, wie waren die, hat sie Kinder und ist sie eine geprüfte Spenderin? Vielleicht liegt es an schlechter Spenderqualität, das kommt nicht oft vor, aber man muss es prüfen. Wenn wir merken, dass es daran liegt, müssen wir die Spenderin wechseln. Man muss die männliche Seite betrachten, der männliche Faktor, wir müssen es ausschliessen falls es vorher noch keine Probleme gab, die wir sehen konnten, vielleicht einen genetischen DNA Fragmentierungstest oder FISH Tests, je nach Ergebnis, müssen wir es mit den Patienten besprechen. Vielleicht gibt es eine Indikation für PGT-A. Außerdem müssen wir einen Gebärmutterfaktor ausschliessen, wie Polypen, Myome, jegliche Art von Fehlbildung in der Gebärmutter. Man muss den Einnistungszeitrahmen betrachten in dem Fall könnte dies vielleicht das Problem sein, vielleicht wäre es eine Indikation für den ERA Test. Und je nach Fall müssten man immunologisch abklären, vielleicht liegt das Problem hier. Nachdem wir alles ausgeschlossen haben, ist es Zeit für ein weiteres Gespräch mit dem Doktor. Man kann alle Faktoren ansprechen und die Probleme beheben für ein positives Ergebnis im Folgezyklus.

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Dr. Raul Olivares, Barcelona IVF, Spain

Antworten von Dr. Olivares

Zuerst sollte man wissen, dass wir selbst beim besten Fall keine 100% Erfolgsrate haben, wenn wir nach einem einzigen Eizellspendezyklus keinen Erfolg haben, empfehlen wir es nochmal zu probieren. Es gibt Fälle, in denen wir ein Problem vermuten, dann haben wir 2 Wege. Der erste wäre die männliche Seite prüfen und das ist wichtig egal wie das Spermiogramm ausgefallen ist. Manchmal haben wir einen Patient mit normalen Spermien, die einen hohen Grad von genetischen Problemen mit sich tragen, das hat einen großen Einfluss auf die Qualität der Embryonen und könnte die wiederholten, negativen Ergebnisse oder Fehlgeburten erklären.  Es gibt einen Test, der heisst FISH und bestimmt den Prozentsatz der Spermien die Problem haben und normal sind oder nicht. Dann müssen wir das Endometrium, die Gebärmutter, oder im Körper der Patientin prüfen. Vielleicht gibt es Blutgerinnungsfaktoren, Thrombophilien müssen geprüft werden. Vielleicht gibt es eine Autoimmunerkrankung speziell Antiphospholipidsyndrom. Dies kann durch eine Blutuntersuchung geprüft werden.  Es gibt Endometriumprobleme die eine Einstung verhindern können, chronische Gebärmutterschleimhautentzündung, man kann eine Endometriumkultur machen, eine Hysteroskopie wäre empfohlen, um direkten Einblick auf die Höhle zu bekommen, um zu sehen, ob alles OK ist. Endometriumqualitäten. Es gibt andere Untersuchungen die neu und kontrovers sind, aber man bestimmt praktisch das Einnistungszeitfenster und das heisst, man überträgt die Embryonen wenn das Endometrium bereit ist.  Dieser Test heisst ERA und ist immernoch kontrovers, aber hilfreich. Weil das Einnistungszeitfenster bei jedem anders ist und auf die Progesteroneinnahme ankommt, ist es in manchen hilfreich das Progesteron früher oder später einzunehmen. Dann wissen wir, dass das Endometrium für das Embryo bereit ist. In jedem Fall sind Einnistungprobleme wahrscheinlich am schwierigsten festzustellen, da die Mehrheit der Information und Tests gemacht werden, wenn kein Embryo da ist. Wenn man annimmt was passiert wenn es ein Embryo gibt oder wenn es keines gibt, ist etwas schwierig. Als erstes sollte man sich überlegen, ob man es nochmal probiert ohne weitere Tests. Und wenn wir davon ausgehen, dass etwas nicht stimmt, dann die männliche Seite prüfen, egal was die Samenqualität war, und dann weitere Tests an der Gebärmutter und Gebärmutterschleimhaut und am Körper der Patientin durchführen, damit wir ausschliessen können was eine Einnistung der wirklich guten Embryonen verhindert.

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About the Author

Dorothy Walas

Communication & PR Manager, EggDonationFriends.com
Dorothy Walas

Dorothy has solid background in communication, social media, and content creation. She is always on the lookout for news in the IVF industry and is in touch with IVF organisations, writers, bloggers and clinics. Dorothy believes in transparency of the message sent to patients and easy access to IVF knowledge. She manages website and social media content to educate patients, spread awareness about egg donation, bust the IVF myths and assist patients in making decisions that are right for them, not for the clinic. Dorothy’s personal interests are strongly linked to her work; she is interested in biology, genetics and is an advocate of healthy and active living.

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