Wird mir das Baby gleichsehen? Sorgen bei IVF mit Spendereizellen.

Falls Sie über eine IVF mit Spendereizellen nachdenken, sind Sie schon auf einem komplizierten Weg, um Eltern zu werden. Sie sind nicht alleine, da Unfruchtbarkeit viele Frauen auf der Welt beeinträchtigt, aber manchmal meint man die Strapazen sind unüberwindbar. Wir wollen ihnen helfen und haben deshalb Informationen für Sie zusammengetragen, damit Sie entscheiden können, ob IVF mit Spendereizellen das richtige für ihre Familie ist.

Frauen, die über Spendereizellen nachdenken, wollen wissen, wem das Baby gleichsehen wird. Die Realität, dass der Samen des Partners mit einer Eizelle einer anderen Frau ein Kind zeugt, bringt viele Fragen auf. Sie denken vielleicht:

  • Wird mir das Baby gleichsehen?
  • Wird sich das Baby wie ich verhalten?
  • Wie kann ich das Baby kennenlernen?

Die genetische Forschung schreitet rasch voran und viele Ideen zum Erbgut haben sich als falsch erwiesen. Fakt ist, dass eine Vererbung viel komplexer ist als man angenommen hat. Mit neuen Informationen der heutigen Forschung können wir ihnen mit dem aktuellen Wissen helfen, eine Entscheidung zu treffen.

Wir wissen, dass Gene das Aussehen beeinflussen, aber die Details sind viel komplizierter. Körperliche Wesenszüge werden von Augen-und Haarfarbe bis hin zur Blutgruppe und Rhesusfaktor vererbt. Außer den köperlichen Merkmalen gibt es noch andere Charakterzüge wie Persönlichkeit, IQ und Talente. Alle drei Menschen (Eizellspenderin, Eizellempfängerin und Partner der Eizellempfängerin) beeinflussen den heranwachsenden Fötus auf eine unterschiedliche und einzigartige Weise und wem das Baby gleichsehen wird, ist immer unterschiedlich.

Eine Eizellempfängerin ist nicht nur der „Brutkasten“ für das Baby. Sie ist die Mutter und gibt dem Fötus alles was es braucht, um zu wachsen und sich zu entwickeln. Die klinische Sozialarbeiterin Lissa Kline, die auch Direktorin von Member Service bei Progyny ist, hat es in einem Artikel für Psychology Today zusammengefasst:

“Die Ohrform des Babys ist wahrscheinlich genetisch vom Urgroßvater der Spenderin oder dem männlichen Partner oder vielleicht sogar von der Tante der Urgroßmutter (des Samenspenders) vorprogrammiert, aber das Ohr selbst, wuchs im schwangeren Körper der Frau. Sie ist vielleicht nicht die genetische Spenderin, aber da sie das Kind ausgetragen hat, ist sie die biologische Mutter”1
Zugelassene Klinische Sozialarbeiterin – Lissa Kline

Eine kurze Antwort auf die hauptsächliche Frage:
Ja, die Eizellempfängerin beeinflusst die Entwicklung des Embryos, dass durch einer Spendereizelle gezeugt wurde. Wie kann das sein? Wir forschten weiter.

Genetische Vererbung des Aussehens und Spendereizellen

Die körperliche Zusammenstellung eines Babys wird von Genetik bestimmt. Wenn ein Paar Spendereizellen nutzt, werden die Gene von der Eizellspenderin und dem Partner der Eizellempfängerin kombiniert und fügen sich unweigerliche zu Wesenszügen zusammen. Beispiele zu Merkmalen, die sich von Generation zu Generation vererben sind: das Aussehen des Ohrläppchens, das Rollen der Zunge, Sommersprossen, Grübchen, Rechts-oder Linkshänder und Rot/Grün-Farbenblindheit. Die Eizellempfängerin hat auf diese Wesenszüge keinen Einfluss, weil dieses fest im genetischen Code verankert ist.

Aktuelle wissenschaftliche Informationen besagen heute, dass die genetische Vererbung des Aussehens weit über dieses einfache, veraltete Verständnis hinaus geht und dominante und rezessive Gene unendliche Variationen hervorbringen können. Die Kombinationen sind wahrlich grenzenlos.

Wie werden Wesenszüge von Generation zu Generation weitervererbt?
Jeder Mensch hat einen genetischen Code. Die Hauptbestandteile des Codes sind als Desoxyribonucleinsäure (DNA) bekannt und ein langer DNA-Strang ist der Entwurf einer bestimmten Person. Für jeden menschliche Wesenzug gibt es ein Gen (oder Gene), die das beeinflussen kann. Wenn sich eine Eizelle mit dem Sperma verschmilzt, kreiert die jeweilige DNA einen neuen Menschen mit Wesenzügen von Mutter und Vater.

Um diese Merkmale von Generation zu Generation zu vererben, müssen die Zellen einen Übersetzungsablauf durchlaufen. Es ist sehr kompliziert, aber die einfache Erklärung ist diese: die DNA-Sequenz eines Gens wird durch Ribonukleinsäure (RNA), der Nachrichtenträger, zu Eiweißen umgewandelt. Man nennt dies Genexpression. Auf diese Weise wird DNA decodiert und in Eiweiß umgewandelt und legt fest, wie das Gen im Baby aussieht.

Wenn sich Elemente des genetischen Codes zusammenschliessen, folgen sie einem einfachen Vererbungsprinzip, dass zuerst von Naturwissenschaftler Gregor Mendel im 18. Jahrhundert entdeckt wurde:

  • Mendelsche Regel: Uniformitätsregel
  • Mendelsche Regel: Spaltungsregel
  • Mendelsche Regel: Unabhängigkeitsregel

Diese Regeln erklären die genetischen Grundsätze, die man im Biologieunterricht der Schule gelernt hat: dominante Gene unterdrücken rezessive Gene. Nach vielen Jahren der Forschung wissen wir nun, dass es nicht ganz so einfach ist. Es gibt viele verschiedene Variationen des Generbgangs, deshalb kann man definitiv nicht genau sagen, wie sich das Gen bei den Nachkommen entfalten wird. Das heißt, dass selbst wenn Mutter und Vater blauen Augen haben, kann man nicht mit hundertprozentiger Sicherheit sagen, dass das Baby auch blaue Augen haben wird.

Punnett Quadrat
Wie genetische Merkmale von Eltern auf Kind vererbt werden, kann man am besten mit einer Grafik beschreiben, auch bekannt als Punnett Quadrat. Durch das Diagram wird die Wahrscheinlichkeit einer speziellen Merkmalvererbung eines Kindes prognostiziert. Menschen besitzen immer zwei Kopien eines bestimmten Gens. Für jedes Merkmal gibt es ein Allel von der Mutter, dass sich mit einem Allel vom Vater verbindet was zu vielen möglichen Variationen der Genexpression bei den Nachkommen führt. Es wird kompliziert, weil wir nun wissen, dass Charakterzüge von mehr als einem Gen bestimmt werden, was bedeutet, dass das ursprüngliche, einfache Punnett Quadrat eine vereinfachte Darstellung und nicht ausführlich genug ist.

Epigenetik
Es wird noch komplizierter als die Mendelsche Regeln, wenn wir Epigenetik hinzuziehen. Der Ausdruck bedeutet soviel wie „weiterführende Veränderungen in der genetischen Sequenz“. Einfach ausgedrückt bedeutet es, dass Vererbung von mehr als der DNA Sequenz beeinflusst wird. Epigenetik sagt uns, dass Genexpression auch von anderen Dingen außer Allelen verändert werden kann. Epigenetik suggeriert Paaren die eine IVF mit Spendereizellen in Betracht ziehen, dass das Baby nicht unbedingt wie die Eizellspenderin und der Partner der Eizellemfpängerin aussehen wird, da es viel zu viele Variationen und Unwissen gibt, um dies vorherzusagen. Das Baby kann entweder stark, weniger stark oder überhaupt nicht wie die Eizellspenderin, Eizellempfängerin oder der Partner der Eizellempfängerin aussehen.

Welche Merkmale werden von der Eizellspenderin vererbt?

Der genetische Code wird dem Baby von der Eizellspenderin und dem Partner der Eizellempfängerin vererbt. Das heißt alles von Augenfarbe zu Größe über Blutgruppe wird von den Genen festgelegt. Das heißt jedoch nicht, dass die Augenfarbe des Babys eine Kombination von einfach dominanten/rezessiven Elementen der Eizellspenderin und Eizellempfängerin wird.

Wir erklären dies an einem Beispiel: die Eizellspenderin hat blaue Augen und die Eizellempfängerin hat braune Augen. Welche Augenfarbe wird das Baby haben? Nach der veralteten und einfachen Methode der dominaten/rezessiven Gentheorie müsste das Baby braune Augen haben. Heute wissen wir, dass es unzählige Kombinationen der Augenfarbe sein können, weil man die Genexpression nicht genau vorhersagen kann. Die Augenfarbe des Babys könnten braun, blau, grün oder eventuell eine Kombination dessen sein.

Welche Merkmale werden von der Eizellempfängerin und ihrem Partner vererbt?

Der Partner der Eizellempfängerin ist zu 50% für den genetischen Code des Babys verantwortlich, aber welche Rolle spielt die Eizellempfängerin beim Aussehen und der Entwicklung des Babys? Obwohl das Baby keine DNA-Codierung der Eizellempfängerin erhält, besagen neuste Studien, dass die DNA der Empfängerin die Entwicklung des Babys beeinflusst.

Forscher sind sich noch nicht ganz einig, aber die Studien prognostizieren Hypothesen, dass die Eizellempfängerin eine Rolle bei der genetischen Vererbung spielt (und es sind noch einige Studien im Gange).

“Die Fundacion Instituto Valenciano de Infertilidad, ein non-profit Forschungszentrum für reproduktive Gesundheit und Stanford Universität schlussfolgern, dass Mikro-RNA-Moleküle von der Gebärmutter der werdenden Mutter abgesondert werden, die die genetische Information des entwickelnden Fötus verändern können.” 2

Helder Filipe, ein Neurowissenschaftler aus Los Angeles, entdeckte dass bestimmte Mikro-RNAs durch die Gebärmutterschleimhaut exprimiert wurden und in die endometrische Flüssigkeit gelangten. Diese Mikro-RNAs beeinflussten die Genexpression, was bedeutet es gibt Beweise, dass das Baby eine genetische Vererbung von der Eizellempfängerin bekommen kann.

“Der Gedanke, dass die Gebärmutter die Genexpression des Embryos verändern kann, scheint gültig zu sein und ist keine Überraschung. Diese Studien offenbaren nur mögliche Mechanismen für diese Veränderung – das allein ist eine Überlegung wert,“sagt Filipe. 2

Außerdem beeinflusst die Eizellempfängerin durch ihre Gesundheit und Lebensweise die Genexpression. Beim Aufbau der Gebärmutterschleimhaut und Entwicklung der Plazenta spielt die Ernährung eine sehr wichtige Rolle. Zum Beispiel könnte ein Fötus genetisch dazu neigen extrem groß zu werden. Wenn sich die Eizellempfängerin schlecht ernährt und keine Schwangerschaftsvorsorge leistet, könnten die Gene, die für die Größe verantwortlich sind, keine ausreichende Nahrung erhalten, die sie aber dringend zur Erfüllung des Wachstums brauchen.

Wie beeinflusst genetische Vererbung das Aussehen des Babys?
In anderen Worten: wem wird das Baby gleichsehen?

Die meistgefragten Fragen über genetisches Aussehen und Merkmale sind:

  • Augenfarbe
  • Haarfarbe und Haarstruktur
  • Haut und Hautfarbe
  • Gewicht
  • Größe
  • Blutgruppe und Rh-Faktor

Augenfarbe
Spendereizellbaby und Augenfarbe – Genetik
Die Pigmentierung der Iris ist für die Augenfarbe verantwortlich. Das Pigment Melanin bestimmt die Augenfarbe der Iris und alle Farben von hellblau bis tief braun sind möglich. Umso mehr Melanin desto dunkler die Augenfarbe. Der Eiweißgehalt in der Zelle kontrolliert wie viel (oder wenig) Melanin existiert und das Ergebnis hängt von der Genexpression ab. Die Augenfarbe wird duch den variablen Eiweißgehalt bestimmt und deshalb können wir uns nicht länger auf die veralteten Studien von dominanten und rezessiven Genen verlassen. Viele Gene sind involviert was bedeutet es existieren viele farbliche Möglichkeiten.3

Zwei Gene, die mit Augenfarbe zu tun haben, sind OCA2 und HERC2. Beide haben verschiedene Versionen (Allele), die für die Farbe braun (O und H) und blau (o und h) stehen. Die Realität ist sehr kompliziert, aber die einfache Erklärung ist, dass zwischen mütterlichen und väterlichen Genen gibt es 9 genetische mögliche Kombinationen:

 

Haben Sie sich schon mal gewundert wie blauäugige Eltern ein braunäugiges Baby bekommen können?

Die zwei unterschiedlichen Gene (OCA2 und HERC2) müssen bei der Bestimmung der Augenfarbe zusammenarbeiten. Beide Gene brauchen einander, um richtig zu funktionieren und zusammen produzieren sie die Farbe braun. Wenn eines oder beide Gene „kaputt“ sind, wird wenig oder kein Pigment produziert und das Baby hat dann blaue Augen. Weil die Gene zusammenarbeiten müssen, ist es möglich, dass blauäugige Eltern Träger des dominanten Merkmals „Farbe braun“ sind und ein braunäugiges Kind zeugen. Die anschließende Illustration beschreibt die verschiedenen Ergebnisse zweier Gene wenn sie zusammenarbeiten oder nicht.4

Genetische Vererbung – Augenfarbe – Eizellspende

Haarfarbe und Haarstruktur
Ähnlich wie bei Augenfarbe bestimmt Melanin die Haarfarbe. Zusätzlich zu der Melaninmenge in der Zelle ist der Melanintyp auch wichtig. Es gibt zwei Melanintypen (Eumelanin und Pheomelanin) die die Haarfarbe bestimmen. Unterschiedliche Mengen Melanin produzieren unterschiedliche Haarfarben:

HaarfarbeMelanintyp und Menge
Schwarzgroße Menge Eumelanin
Braunmäßige Menge Eumelanin
Blondsehr wenig Eumelanin
Rotviel Pheomelanin und wenig Eumelanin

Wissenschaftler haben noch wenige genetische Entdeckungen in Bezug auf Haarfarbe gemacht. Das Gen MC1R kommt in unterschiedlichen Variationen vor und ist manchmal deaktiviert. Wenn das Gen deaktiviert ist, kommt es zu einer geringeren Melaninmenge und erhöht dafür die Pheomelaninmenge. Umso mehr Pheomelanin, desto heller die Haarfarbe wie z. B. rotblond. Wir wissen, dass dies selten vorkommt, da ca. 90% aller Menschen der Welt braune oder schwarze Haare haben.5

Ob jemand gerade, wellige oder lockige Haare hat, kommt genetisch auf die Haarstruktur an. Viele verschiedene Gene beeinflussen die Haarstruktur und zeigen sich immer ähnlich wie bei Menschen mit gleichem geographischen Hintergrund.

Andere Faktoren beeinflussen die Haare und können sie verändern. Hormone, Medikamente und chemische Haarprodukte können das Aussehen der Haare verändern, genauso wie sich die Struktur und Dichte mit dem Altern verändern kann. 6

Haut und Hautfarbe
Die Hautfarbe des Babys wird genauso wie die Augen- und Haarfarbe bestimmt. Viele Genmutationen produzieren unterschiedliche Pigmentmengen, die sich auf die Hautfarbe von blassem weiß bis hin zu schwarz auswirkt. Viele Europäer haben Genevariationen, die wenige Pigmente produzieren, was die hellere Hautfarbe erklärt.

Gewicht
Das Gewicht wird nicht nur durch genetische Eigenschaften wie bei Augen-Haar-und Hautfarbe, sondern auch durch die Lebensweise bestimmt. Egal ob man genetisch zum Normal-oder Übergewicht veranlagt ist, spielen die Wahl der Nahrungsmittel, Sport und Schlafgewohnheiten eine große Rolle. Die Lebensweise der Eizellempfängerin während der Schwangerschaft und nach der Geburt beeinflusst das Gewicht des Kindes.

Größe
Die Größe wird hauptsächlich genetisch vererbt. Die Größe eines Menschen ist ein Beispiel für polygenetische Vererbung, was soviel bedeutet wie die Größe wird von vielen verschiedenen Genvariationen beeinflusst. Das erklärt warum manche Menschen so groß wie ihre Eltern werden und andere drastisch unterschiedliche Größen haben. Außer Genetik könnte die Größe auch mit Umwelteinflüssen wie Ernährung, Hormone und selbst sozioökonomischem Status und Schulbildung zu tun haben. 7

Blutgruppe und Rh-Faktor
Die Bestimmung der Blutgruppe eines Babys ist wesentlich komplizierter als die Zusammenstellung der elterlichen Blutgruppen. Es gibt 6 Blut-Genotypen, die nicht alle das gleiche Eiweiß produzieren, deshalb gibt es 4 unterschiedliche Blutgruppen: 0, A, B, AB. Wenn das bekannte Eiweiß Rh-Faktor im Blut präsent ist, wird die Blutgruppe positiv. Wenn der Rh-Faktor nicht vorhanden ist, wird die Blutgruppe negativ.8

Genetische Vererbung der Blutgruppe – IVF mit Eizellspende

Wie beeinflusst genetische Vererbung andere Merkmale des Babys?
In anderen Worten: welches Verhalten wird dem Baby vererbt?

Wo kommt Intelligenz her? Wo kommen athletische Fähigkeiten oder musikalische Begabungen her? Die Genetik ist zu großem Teil für diese Merkmale verantwortlich, aber die Umgebung des Babys hat enorme Kontrolle wie diese Verhaltensmuster zum Ausdruck und Verwendung kommen. Das heißt, selbst wenn Baby genetisch mit guter Intelligenz ausgestattet wurden, aber in einem nicht dienlichen Milieu leben, kommen diese Gene nicht so zum Ausdruck wie sie es vielleicht in einer anderen Umgebung getan hätten.

Eizellempfängerinnen und ihre Partner möchten die Vererbung bestimmter Merkmale verstehen wie z. B.:

  • IQ und akademisches Potenzial
  • Fähigkeiten: musikalisches Talent, Sportlichkeit, unternehmerische Neigungen, etc.
  • Persönlichkeit und Charakter

Die Debatte von Natur über Erziehung besteht seit langer Zeit. Im Moment glauben Forscher, dass die Natur und Erziehung je zu 50% für den Ausdruck der Merkmale verantwortlich sind. Die Umgebung kann die Intelligenz, Sportlichkeit, usw. des Kindes nur in gewissem Maße beeinflussen und zu einem gewissen Zeitpunkt wird die feste Verdrahtung des genetischen Codes vom Potenzial überboten.

“Wissenschaftler sind sich heute wahrscheinlich genauso unsicher denn je was Natur über Erziehung betrifft,“ sagte John Protzko, ein Entwicklungspsychologe der Universität von Kalifornien. „Fast alle sind sich einig, dass es eine Mischung von beidem ausmacht, aber es hängt schlussendlich vom Verlauf ab.” 8

Die Wahl der Eizellspenderin basiert auf genetischen Merkmalen
In anderen Worten: soll ich eine Eizellspenderin aussuchen, die mir gleichsieht?

Viele Eizellempfängerinnen möchten wissen, ob die Wahl einer Spenderin mit gleicher Augenfarbe, Haarfarbe und anderen Merkmalen die Chance auf eine familiäre Ähnlichkeit erhöht. Manche Paare wählen eine Eizelle, die von einem anderen Familienmitglied gespendet wurde, in der Hoffnung, dass das Kind der Empfängerin und ihrem Partner gleichsieht.

Die Antwort auf diese Frage ist nicht eindeutig. Die Genetik die bei der Bestimmung von Augen-und Haarfarbe involviert ist, kann mit einer passenden Spenderin abgeglichen werden, aber es gibt keine Garantie, dass sich die Gene auf die gleiche Weise ausdrücken werden. Eine blonde, braunäugige Eizellspenderin könnte dem Baby überhaupt nicht gleichsehen, selbst wenn sie die gleiche Haar-und Augenfarbe haben.

Es ist wichtig zu wissen, dass eine Ähnlichkeit mehr als nur körperliche Merkmale beinhaltet. Kinder lernen die Mimik ihrer Eltern, selbst wenn sie nicht genau wie die Eizellempfänger-Mutter aussehen, lernen sie doch ihre Gewohnheiten und Eigenheiten und sind sich deshalb trotzdem ähnlich.

Zusammenfassung

Die Wahl der Eizellspenderin ist eine extrem persönliche und bedeutet für jedes Paar etwas anderes. IVF mit Spendereizellen ist üblicher als man denkt. Das amerikanische Zentrum für Seuchenkontrolle und Prävention schätzt, dass 12% aller IVF Zyklen in Amerika durch gespendete Eizellen stattfinden.

Ob das Baby wie die Eizellempfängerin aussieht und so verhält, wird noch erforscht. Die beste Antwort hierzu ist leider nur „vielleicht“. Weil die Genvariation für jedes Merkmal unzählig unterschiedlich sein kann, gibt es viel zu viele Möglichkeiten, um das Aussehen des Babys akkurat vorauszusagen. Was vielen Paaren, die eine Eizellspende in Betracht ziehen, helfen könnte ist, dass selbst eine spontane, natürliche Empfängnis die gleiche Unsicherheit der vererbten Merkmale mit sich bringt. Wenn eine Frau ein Kind austrägt, ernährt und entbindet, dass ist es unweigerlich ihr Baby, egal wie das Kind entstanden ist oder welche Gene zum Ausdruck kommen.

Sie sollten jedoch daran denken, dass in vielen Ländern (auch in beliebten Eizellspende-Reisezielen Europas) der Phänotypabgleich für Spender-Empfängerin gesetzlich vorgeschrieben ist.

Vielleicht interessiert Sie unsere Aufzeichnung des IVFWebinar:  Die 5 häufigsten Sorgen bei Eizellspende 

Resource:

  1. Witkin, Georgia. “The Truth About Egg Donation.”[Die Wahrheit über Eizellspende] Psychology Today, Sussex Publishers, 20 June 2018, www.psychologytoday.com/us/blog/the-chronicles-infertility/201806/the-truth-about-egg-donation
  2. “Will My DNA Pass to My Baby If I Use Donor Eggs?” [Wird sich meine DNA auf mein Eizellspendebaby übertragen?]The Bird and the Bee, thebirdandthebee.co/home/2017/4/20/do-infertile-mothers-who-use-donor-eggs-pass-dna-to-their-child-the-facts-will-suprise-you
  3. “Is Eye Color Determined by Genetics? – Genetics Home Reference – NIH.” [Wird Augenfarbe durch Genetik bestimmt?]U.S. National Library of Medicine, National Institutes of Health, 23 Oct. 2018, ghr.nlm.nih.gov/primer/traits/eyecolor
  4. Starr, Barry. “How Blue Eyed Parents Can Have Brown Eyed Children.” [Wie bekommen blauäugige Eltern braunäugige Kinder.]Understanding Genetics, 27 July 2012, genetics.thetech.org/how-blue-eyed-parents-can-have-brown-eyed-children
  5. “Is Hair Color Determined by Genetics? – Genetics Home Reference – NIH.” [Wird Haarfarbe durch Genetik bestimmt?] U.S. National Library of Medicine, National Institutes of Health, 23 Oct. 2018, ghr.nlm.nih.gov/primer/traits/haircolor
  6. “Is Hair Texture Determined by Genetics? – Genetics Home Reference – NIH.” [Wird Haarstruktur durch Genetik bestimmt?]U.S. National Library of Medicine, National Institutes of Health, 23 Oct. 2018, ghr.nlm.nih.gov/primer/traits/hairtexture
  7. “Is Height Determined by Genetics? – Genetics Home Reference – NIH.” [Wird Größe von Genetik bestimmt?]U.S. National Library of Medicine, National Institutes of Health, 23 Oct. 2018, ghr.nlm.nih.gov/primer/traits/height
  8. “Blood Types.” [Blutgruppen.]& Groups Chart | A, B, AB & O | Red Cross Blood Services, www.redcrossblood.org/donate-blood/how-to-donate/types-of-blood-donations/blood-types.html
  9. Gregoire, Carolyn. “Children’s ‚Intelligence‘ Can Fluctuate Much More Than We Thought.” [Die Intelligenz der Kinder kann mehr schwanken als gedacht.]The Huffington Post, TheHuffingtonPost.com, 18 Mar. 2016, www.huffingtonpost.com/entry/nature-versus-nurture-children-intelligence-study_us_56eabd16e4b0b25c91848f54

 

About the Author

Angie Frederickson

Angie Frederickson

Angie Frederickson is a freelance journalist, copywriter and marketing consultant with more than 20 years of experience. She writes a monthly column and feature stories for a community lifestyle magazine, and is a contributor to numerous other publications including The Washington Post and Huffington Post. Frederickson is a former marketing manager for Children’s Healthcare of Atlanta and a former advertising account executive for clients in numerous industries. She holds a Master of Science degree in Health Administration from Georgia State University and a Bachelor of Arts degree in English from Vanderbilt University. Frederickson lives in Houston, Texas.

Medically reviewed by

Uljana Dorofeyeva

Uljana Dorofeyeva

Dr. Uljana Dorofeyeva is multi-talented, engaging and a results-oriented fertility specialist with significant experience in the ART. She is trained in all aspects of andrology and reproductive endocrinology with exceptional knowledge in the areas of laboratory quality control, vitrification of oocytes, cryopreservation of gametes, embryos and unique ovarian tissue, micromanipulation of gametes including Intracytoplasmic Sperm Injection and Assisted Hatching. Worth to mention that Dr. Ulijana is member of ASRM and ESHRE (American and European Society of Reproductive Medicine).

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