IVF Eizell Spende Legale Aspekte

Es ist verständlich, daß künstliche Befruchtung und alle Behandlungen die damit zu tun haben mit vielen Rechten und Gesetzgebungen behaftet sind. Diese Art ein Kind zu empfangen, öffnet verschiedene „Türen“ die viele speziellen Regeln brauchen, um wahrscheinliche Widersprüche zu eliminieren, die in legalen Problemen zwischen z.B. der Eizellempfängerin oder Spenderin entstehen könnten. Man sollte wissen, daß die Gesetzgebung für Eizellspende in jedem Land der Erde verschieden ist. In einem Land sind Teile der Eizellspende illegal und in einem anderen ist die ganze Behandlung verboten. In manchen Ländern gibt es gar keine Gesetzgebung bezüglich Eizellspende, es befindet sich in einer legalen „Grauzone“

Aber ob zu Hause oder im Ausland, es gibt Dinge, die man über Eizellspende wissen sollte, wenn es um legale Angelegenheiten geht.

Legaler Status der Empfängermutter und der „Eizell Spende Vertrag“

Eine der größten Sorgen der Empfängermütter bezüglich legalen Angelegenheiten ist die Frage, ob sie die rechtlichen Mütter sind und ob sie das Kind das sie austragen, adoptieren sollen. Es hört sich vielleicht lächerlich an, aber wenn man darüber nachdenkt, ist es keine dumme Frage. Eizellempfängerinnen sollten sich darüber keine Sorgen machen. Der Mutterstatus wird mit dem Fakt, daß Sie das Kind gebären etabliert, daß heißt ihr Name ist in den meisten Ländern und Staaten auf der Geburtsurkunde. Es heißt „Mutmaßung der Mutterschaft“
Das heißt nicht, daß Sie keinen Vertrag abschließen sollten, den sogenannten „Eizell Spender Vertrag“. Es ist das Beste, daß Sie tun können. In diesem Vertrag gibt die Spenderin das elterliche Recht auf und stimmt zu, daß Sie die legale Mutter sind. Sie stimmt des weiteren zu, daß ihr Name auf der Geburtsurkunde stehen wird. Es gibt kein Grund ein Risiko einzugehen, Sie sollten sich versichern, daß ihre Familie abgesichert ist. Diese Vereinbarung versichert, daß egal ob es einen genetischen Bund gibt, Sie sind die Mutter, fertig. Es ist immer gut, wenn ein Anwalt diese Angelegenheiten durchführt. Warum? Ganz einfach, die Zustimmungen in der Klinik sind keine Verträge und sie könnten nichts bedeuten, wenn Sie in ihr Heimatland nach der Behandlung zurückkehren.
Man kann der Spenderin natürlich Rechte übergeben, wenn man das möchte, aber das können Sie nicht allein entscheiden. Sagen wir, ihr Kind möchte die Spenderin in der Zukunft kennenlernen, dann sollten Sie dies in ihrem „Vertrag“ vereinbart haben, und natürlich muß die Spenderin dies auch wollen. Kurz gesagt, der Eizell Spende Vertrag existiert, damit beide Parteien den Absichten und legalen Verpflichtungen zustimmen.

Es gibt verschieden Arten der Verträge je nachdem welche Spenderin man nutzt, eine bekannte oder eine anonyme Spenderin. Die Abgleichung dessen findet in der Klinik oder von unabhängigen Agenturen statt. Es gibt Verträge, die besagen, daß die Eizellen von einer Spenderin an mehrere Empfängerinnen verteilt werden. Es gibt auch Vereinbarungen, die sich mit Eizellpräservierung und ausländischen Eizellspenden beschäftigen. All diese Vereinbarungen unterscheiden sich voneinander was die legalen Auswirkungen betrifft, deshalb denken Sie daran, daß wenn Sie sich nicht sicher sind was sie gerade unterschreiben, ist es immer besser einen Anwalt aufzusuchen.

Falls es in dem Dokument eine Information gibt, die sie mit keinem teilen möchten, müssen Sie dies dem Anwalt der Klinik mitteilen, dieser sollte dann ein „Schreiben der rechtlichen Genehmigungen“ ausstellen und die Klinik über diese Vereinbarung informieren. Ein Schreiben der rechtlichen Genehmigung ist eine Version der Vereinbarung, die von ihrem Anwalt für die Klinik umgeschrieben wurde, damit es keine privaten Angelegenheiten, die Sie nicht mitteilen möchten, preisgibt. Keine Sorge, es sollte die wichtigste Information beinhalten.

Staatsbürgerschaft

Wenn Sie das Kind in ihrem Heimatland gebären, sollte es keine Probleme geben, das Baby hat dann einfach ihre Staatsbürgerschaft. Es könnte zu Problemen führen, wenn Sie das Baby, daß mit Eizellspende gezeugt wurde, im Ausland gebären. Sagen wir die Empfängerin ist eine amerikanische Staatsbürgerin, sie gebärt ihr Kind außerhalb der USA und muß beweisen, daß die Spenderin auch eine amerikanische Staatsbürgerin war, falls nicht, kann das Kind kein amerikanischer Staatsbürger sein. Machen Sie sich mit den Regeln der Staatsbürgerschaft bei einer Reproduktion von Dritten bekannt.

Versicherung und Erbe

Das Kind ist ihr legaler Angehöriger und wird als direkter Erbe von ihnen eingesetzt. In manchen Ländern und manchen Staaten der USA ist die Elternschaft automatisch mit dem Ehemann verbunden. In manchen Fällen von Trennung oder Scheidung könnte das zu Problemen führen. Ihre Versicherung ist nicht verpflichtet eine Eizellspende zu bezahlen. In manchen Stellen gibt es eine Rechtsprechung, die eine Versicherung zwingt Teile der Kinderwunschbehandlung zu bezahlen, aber fast nirgends muß die Eizellspende übernommen werden. Sie könnten einen Anwalt einschalten, der/die sich mit reproduktiver Legislation auskennt und er/sie kann sie beraten, ob es Optionen gibt, die diese Ausgaben bezahlen. Falls die IVF mit Eizellspende bezahlt wird, sollten Sie wissen, daß es nur die „medizinischen Ausgaben“ wie medizinische Überprüfung, Medikamente, und Laborkosten sind.

Klinikvertrag

Außer der Vereinbarung zwischen Spenderin und Empfängerin gibt es auch noch einen Vertrag zwischen Empfängerin und Klinik. In dieser Vereinbarung werden Sie alle Regeln finden, die Sie als Empfängerin schützt. Diese Vereinbarung sollte genau besagen wie viele Embryonen sie bekommen werden und was passiert wenn die Behandlung erfolglos ist, obwohl der Samen gut war. Manche Kliniken erstatten z.B. einen Anteil, 50% oder in manchen Fällen bei sehr luxuriösen und teuren Verträgen bis zu 100% zurück oder eine weitere kostenlose Behandlung.

Zusammengefasst, selbst wenn Sie alles gelesen haben und denken, Sie wissen jetzt alles, müssen Sie alles über den legalen Standpunkt einer Behandlung mit Eizellspende wissen, Sie sind nicht der Anwalt! Wenn man sich absolut sicher sein möchte, daß alle Zusicherungen gemacht wurden und daß alle etablierten Verpflichtungen legal sind und daß Sie und ihre zukünftige Familie abgesichert sind, tun Sie ihr Bestes, um alles was Sie unterschreiben zu verstehen und wenn es möglich ist, sprechen Sie mit einem Anwalt.