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IVF Behandlung für die Frau über 40 #IVFWEBINARS

Dr. Libor Hradecký (IVF Zentrum Prof. Zech in Plzen aus der Tschechischen Republik) spricht über Fruchtbarkeit bei Patientinnen über 40 und deren Chancen auf eine erfolgreiche IVF.

Dr. Libor begrüßt die Teilnehmer und weißt darauf hin, dass in der IVF Klinik Prof. Zech in Plsen sich alle Behandlungen nach der Natur richten. Er erklärt Spermien reifen bis ins hohe Alter, aber Frauen kommen mit einer gewissen Anzahl Eizellen auf die Welt. Das heißt, mit steigendem Alter der Frau, sinkt die Schwangerschaftschance. Obwohl die Frau Eizellen hat, sinkt die Qualität der Eizellen ab. Nach 40 werden Frauen natürlich trotzdem noch schwanger, aber es kommt zu vielen Aborten und weniger Geburten.

Man muss allerdings zwischen Kalenderalter und biologischem Alter unterscheiden, und das bedeutet man muss feststellen, wie viele Eizellen bei der Frau heranreifen. Sicherlich braucht man nur eine gesunde Eizelle, und es ist Dr. Libor auch bei Frauen über 40 gelungen mit eigenen Eizellen eine gesunde Blastozyste heranzureifen, die zur Lebendgeburt geführt hat. Nicht immer ist eine Eizellspende notwendig.

Dr. Libor möchte nicht über Inseminationen sprechen, da er der Meinung ist, dass die Chancen niedrig sind. Er würde bei einer Frau über 40 keine IUI wählen, denn er kann bei IUI nicht sagen, ob die Eizelle brauchbar ist. Bei IVF gibt es gute Erfolgschancen bis 43 Jahren und ab 44 sollte man sich auf andere Optionen konzentrieren.

Vor einigen Jahren wurde das PGS eingeführt und man kann anhand der äußeren und inneren Qualitäten bestimmen. Die Embryonen kann man besser auswählen und man dachte die Erfolgschancen werden so auf jeden Fall besser. Das war aber nicht der Fall, denn es gibt auch mit PGS zwei Probleme: bei PGS wird nur Aneuploidie bestimmt, doch bei den untersuchten Zellen bleiben ca. 1/3 bei denen man nicht genau weiß, ob sie verwendbar wären. Zweitens kann man nur bestimmen, ob übertragen werden soll oder nicht.

Seit 2-3 Jahren gibt es NGS und es gibt 3 Stufen: gesunde, kranke und Mosaikembryonen. Das heißt, ein Embryo kann sowohl gesund als auch krank sein. Dr. Libor empfiehlt, dass diese Embryonen nicht transferiert werden, obwohl auch diese Embryonen zu gesunden Kindern führen könnten. Der Arzt meint, PGS ist keine große Hilfe, da die Erfolgschancen von ca. 50% auf ca. 56% gestiegen sind. In der Tschechischen Republik dürfen Frauen bis 49 behandelt werden.

Dr. Libor weißt darauf hin, dass es andere Möglichkeiten gibt, wie z.B. social egg freezing bei der eine Frau um ca. 30 Jahren eine IVF machen, ihre eigenen Eizellen einfrieren und später nutzen kann. Eizellen, die eingefroren sind, altern nicht und verlieren nicht an Qualität. So kann eine Frau mit ca. 45 Jahren ihre eigenen Eizellen nutzen, die sie um ca. 30 Jahren entnehmen ließ.

Heute schätzt Dr. Libor, dass europaweit ca. 25% der Frauen Kinderwunschbehandlungen brauchen. Ältere Frauen haben mehr Risiken während der Schwangerschaft wie z.B. Hypertonie, Präeklampsie (Schwangerschaftsvergiftung), Kinder sind kleiner als erwartet (IUGR), Plazenta previa, uvm. Man muss all dies beachten, wenn eine ältere Frau schwanger werden will.

Eine Studie aus dem Jahr 2014 hat ca. 400 Frauen über 40 befragt, ca. 17% der Frauen hatten eine biochemische Schwangerschaft, das heißt, es kam zur Schwangerschaft. Es endete jedoch mit Abort. Dr. Libor spekuliert, dass der Grund wahrscheinlich an den Eizellen lag, die qualitativ schlecht waren. Mehr als die Hälfte der Frauen wurde nicht schwanger und deshalb sollten Frauen in diesem Alter eine Eizellspende in Betracht ziehen. Dr. Libor sagt, er hat in der IVF Klinik auch Ausnahmefälle wie z.B. eine 45-jährige Frau, die wider der Natur gute Ergebnisse mit eigenen Gameten hatte, aber er sagt, man muss genau untersuchen.

Er schaut auf das Alter der Frau, AMH-Wert, Antralfollikelanzahl, Basalhormone, Estradiol, und Ultraschalluntersuchungen. Dr. Libor beschreibt es als Mosaikbild, in dem alles zusammen passen muss. Es reicht, wenn eine gute Eizelle und ein gutes Sperma vorhanden sind.

Für Frauen, die keine Möglichkeit haben mit eigenen Eizellen schwanger zu werden, gibt es gespendete Eizellen. In Tschechien ist die Eizellspende anonym. Weder die Spenderin noch die Empfängerin kennen sich oder haben Zugriff auf die Kinder, die zur Welt kommen. Es sind junge Frauen zwischen 20 bis 35 Jahren, aber in der Klinik werden nur Frauen bis 33 Jahren angenommen. Alle Spenderinnen müssen untersucht werden und aus gutem sozialen Umfeld kommen. Nur wenn die Spenderin völlig gesund ist, körperlich wie genetisch, und das „Kreuzverhör“ mit dem Arzt besteht, kommt sie für die Spende in Frage.

Die Empfängerin und die Spenderin müssen aufeinander abgestimmt werden. Die Blutgruppe muss stimmen und die phänotypischen Merkmale müssen über einstimmen. Natürlich kann man nicht alles garantieren, aber der Wunsch ist, dass man am Ende ein gesundes Kind und eine gesunde Mutter hat. Deshalb macht Dr. Libor alles für dieses Ergebnis.

Heute haben mehr als 22% der Frauen über 40 keine Kinder. Diese Frauengruppe hat eine erfolgreiche Karriere, aber nicht den richtigen Mann. Frauen können jedoch seit 3-4 Jahren das „social egg freezing“ nutzen. Es ist noch nicht sehr verbreitet, aber Dr. Libor möchte dies ändern. Er bittet Frauen um ca. 30 Jahren, junge Eizellen einfrieren zu lassen und später zu nutzen. Die Ergebnisse seien sehr erfolgsversprechend. Man müsste es Paaren oder Frauen unbedingt anbieten.

Dr. Libor sagt, erfahrungsgemäß möchten Frauen über 40 nur eines wissen: wie kann ich am schnellsten ein Kind bekommen und diesem Fall empfiehlt er nur eine Lösung: IVF mit ICSI.

IVF Behandlung für die Frau über 40 – Fragen und Antworten

Frage:

Welche Optionen gibt es bei Eizellspende, wenn das Sperma meines Partners schlecht ist?

Antwort:

Ich kann das nicht genau beantworten. Ich würde sehr gerne sagen, die Spermien sind sehr schlecht oder sind sehr gut. Wir suchen immer wieder eine Linie, wo wir sagen mit den Spermien können wir noch die Therapie machen und mit den anderen nicht. Aber wir können keine richtige Linie finden, weil auch im ganz schlechten Spermiogramm kann man verschiedene Spermien finden, aus denen man im ersten Anlauf Kinder bekommen könnte. Und umgekehrt, es gibt Spermiogramme, die eigentlich ganz gut ausschauen und die Ergebnisse entsprechen nicht unseren Vorstellungen. Wir hatten, oder der Prof. Zech hat in seinem Zentrum hat schon vor Jahren das sogenannte IMSI eingeführt, das heißt wir suchen und verwenden Spermien unter hochauflösenden Mikroskopen, die über 6600-mal vergrößern. Das heißt wir können nicht nur beweglich Spermien sehen, aber auch anhand der Morphologie in den Köpfen können wir die besten Spermien herauswählen. Also dadurch können wir nicht die Befruchtungsrate erhöhen aber wir können mehrere Blastozysten gewinnen und wir können auch weniger Fehlgeburten erleben. Und jetzt wollen, oder versuchen wir, eine oder zwei Untersuchungen zusammen zu machen. Das heißt eine ist die PICSI, dass wir zuerst die reifen Spermien da heraussuchen, das heißt wir können sagen, dass sind die reifen Spermien, die die Rezeptoren zur Anbindungen an die Eizelle haben. Und von denen machen wir die Auswahl mit den hochauflösenden Mikroskopen und dadurch scheinen die ersten Ergebnisse sehr erfolgsversprechend, dass wir auch Fertilisierung und gute Blastozysten bekommen bei Paaren, bei denen es vorher zu niedrigen oder keiner Fertilisierung gekommen ist.

Frage:

Stimmt es, dass die meisten Stimulationsprotokolle bei Frauen über 40 teurer sind als bei jüngeren Patientinnen?

Antwort:

Von mir aus stimmt das nicht. Denn wir versuchen Therapien, die erfolgsversprechen sind und die therapieren die Frauen genauso, egal ob sie 25 oder 40 ist. Also es gibt sogenannte Soft-Stimulationen, bei denen man auch nur auf eine Eizelle zielt, aber das ist nicht unser Vorgehen, dass wir bevorzugen würden, denn wir müssen sowieso eine Anästhesie machen und müssen eine Nadel nehmen und wissen nicht, ob wir von den Follikel überhaupt eine Eizelle gewinnen werden oder ob die Eizelle brauchbar ist, und und und… Wir empfehlen einmal alles richtig zu machen und wenn ich sage einmal alles richtig machen, wir können bei einer Stimulation das gewinnen, wenn wir z.B. 20 Eizellen auf einmal gewinnen, das erlebt eine Frau in 2 Jahren. Das heißt, wir können anhand von gutem Gewinn dann eine gute Selektion machen und wir können die Frau schneller ans Ziel bringen und das ist eigentlich das was wir möchten, in kürzester Zeit den Frauen zu einem gesunden Kind zu verhelfen ohne dass wir die Frau gefährden.

Frage:

Soll ich IVF mit eigenen Eizellen im Alter von 46 Jahren probieren oder mit Spendereizellen beginnen?

Antwort:

Ich kenne Sie überhaupt nicht, aber anhand von dessen was ich gesehen habe und was ich gesagt habe, dann würde ich sagen die Stimulation mit ihren Eizellen ist nicht sehr erfolgsversprechend also ich würde ihnen eine Eizellspende raten. Obwohl ich muss sagen eines was ich vorher nicht begriffen habe und das erlebe ich von dem Gesichtspunkt: es gibt Frauen, die bis jetzt noch keinerlei Therapie hatten und die wollten das für sich ausprobieren, damit sie sagen können ich habe alles getan mit meinen Eizellen, aber es war mir nicht gegeben. Dann erst sind sie einverstanden, dass sie sozusagen auf fremde oder andere Eizellen zurückkommen werden. Also aus dem Blickwinkel kann ich das schon verstehen. Aber ich kenne sie nicht und habe sie nicht untersucht, aber wenn ich Frau mit 46 sehen würde, würde ich eindeutig sagen: Eizellspende.

Frage:

Wie gleiche Sie die Spenderin mit der Empfängerin ab?

Antwort:

Ich hoffe, dass ich das gesagt habe. Als erstes gleichen wir die Blutgruppe und dann die phänotypischen Zeichen nehmen werden von den Empfängerinnen und dann versuchen wir für eine gewisse Empfängerin eine Spenderin auszuwählen, die die meisten Übereinstimmung in den äußeren Merkmalen hat. Das heißt, Augenfarbe, Haarfarbe, Blutgruppe, Größe, Gewicht, usw.

Frage:

Behandeln Sie eine erhöhte Aktivität der natürlichen Killerzellen (als mögliche Ursache für Fehlgeburten) bei Eizellspenden, und wenn ja, wie?

Antwort:

Das ist eine gute Frage, aber es ist schwierig die zu beantworten. Ich sehe tagtäglich viele Frauen, die verschiedene immunologische Untersuchungen haben mit Killerzellen usw. Aber Ergebnisse von der immun. Aber eigentlich haben wir keine Medikamente wie wir immun therapieren können. Also es sind keine Medikamente auf dem Markt. Es gibt drei, soviel ich weiß, Kortikoide, aber die sind eigentlich nicht für die Sterilitätstherapie indiziert sind, denn die vermindert die Antwort der Frau auf Fremdkörper, aber Schwangerschaft ist anders. Wenn wir also eine Niere transplantieren wollen, dann müssen wir die Immunität des Menschen ganz herunterfahren, dass die Niere angenommen wird. Und wenn wir eine Schwangerschaft erreichen wollen, dann ist die Schwangerschaft etwas was teilweise von der Frau kommt und teilweise vom Mann. Also der Körper der Frau muss feststellen, dass es teilweise was Fremdes ist und das es toleriert wird. Ich sehe, dass die Killerzellen meistens erhöht sind bei Frauen wo eigentlich in der Gebärmutter… man dachte immer das die Gebärmutter steril ist, aber das ist nicht der Fall. Die Gebärmutter hat verschiedene Keime und wenn die sozusagen die Infektion oder die Kultur behoben und therapiert wird, dann haben wir höhere Chancen, dass die Frau schwanger sein könnte. Das heißt, wir sehen bei Frauen, die sich Eizellspende wünschen, dass sie nicht erfolgreich sind mit Blastozysten und bei solchen Frauen empfehlen wir eine Gebärmutterspiegelung mit einer leichten Abrasio oder Scratching. Und wir sehen das bei 1/3 der Frauen sind wir erfolgreich. Das ist ein Feld wo wir weiter forschen müssen und werden erst in der Zukunft sehen. Aber Entschuldigung ich habe die Frage wie ein Laie beantwortet, weil ich bin kein Immunologe. Ich schätze die Immunologen, aber wir sind Geburtshelfer und wir brauchen noch etwas Zeit, dass wir das genau beobachten können. Ich würde eine immunologische Problematik sehen, bei Frauen die wiederholte Fehlgeburten hatten. Dann würde ich sagen, es kann eventuell die Immun eine Rolle spielen, aber die Mehrzahl der Aborte sind genetisch bedingt. Das heißt, dass die Embryonen nicht gesund sind.

Frage:

Ich bin 39 und habe 2 erfolglose Zyklen hinter mir, der erste war mit eigenen Eizellen und der zweite mit Spendereizellen – wir hatten qualitativ gute Embryonen bei beiden Zyklen, frühe Fehlgeburten – was würden Sie mir empfehlen? Die Samenqualität bei meinem Partner ist in Ordnung.

Antwort:

Das ist eine schwere Frage und ich bin mir nicht sicher, dass ich diese Frage genau beantworten kann. Weil wenn die Embryonen in Ordnung sind, beide waren frühe Fehlgeburten… Frage, Frage, Frage ob die Embryonen wirklich in Ordnung also gesund und ob die Samenqualität wirklich in Ordnung war. Weil wenn die, ganz grob gesagt, die Eizelle nicht in Ordnung gewesene wäre, dann wäre die Frau nicht schwanger. Und wenn es zur frühen Fehlgeburt kommt, dann wird gefragt, ob die Spermien da eventuell eine Rolle gespielt haben. Aber schwierig diese Frage zu beantworten.

Frage:

Würden Sie ihren Patienten die Verwendung von eigenen Eizellen und Spendereizellen im Tandemzyklus empfehlen?

Antwort:

Ich muss mich entschuldigen, weil ich nicht weiß, was ein Tandemzyklus sein sollte. (Moderatorin erklärt „Tandemzyklus“). Ich kann es mir schwer vorstellen, dass wir das… die Frau wird stimuliert, die Spenderin wird stimuliert. Wir wissen nicht wie lange, das heißt die Patientin wird stimuliert, die Eizellen werden irgendwo tiefgefroren und nein, bei uns ist das nicht der Fall. Wir versuchen, wir legen Wert alles auf eine Karte zu machen, das heißt zuerst therapieren wir die Frau und wenn wir da Gründe sehen, warum wir nicht erfolgreich sind dann erst „switchen“ wir zu Eizellspende. Aber zusammenmischen würden wir das nicht. Weil wenn es Probleme in der Schwangerschaft gibt, dann weiß man ja nicht woher die Gameten kommen.

Frage:

Was ist der Unterschied bei den Erfolgsquoten mit Eizellspende – verglichen mit frischen Eizellen und gefrorenen Eizellen?

Antwort:

Ich muss sagen, dass ich eigentlich keinen Unterschied sehen. Es geht darum, ob die Eizellen in Ordnung sind und dann haben wir Erfolge, egal ob die Eizelle frisch oder gefroren sind. Also die Qualität der Eizellen spielt die Hauptrolle. Früher haben wir das alles frisch gemacht, das heißt die Empfängerinnen und deren Männer in Blocks gestanden sind. Wir haben montags angerufen, dass mittwochs die Punktion stattfindet und es war ziemlich stressig. Heute haben wir die Vitrifikation und können wir uns zuerst um die Frau oder Spenderin kümmern und wenn wir Embryonen oder Blastozysten tiefgefroren haben, dann kommt die Empfängerin und oder wir haben da tiefgefrorene Eizellen. Das heißt, wir können uns der Empfängerin widmen und erst wenn sich bei ihr Schleimhaut gut aufbauen lässt, dann erst werden die Eizellen aufgetaut und befruchtet und die Frau bekommt teilweise so Frischtransfer, wenn die Embryonen am Laufen sind oder von der frischen Kultur.

Frage:

Was halten Sie vom ERA Test? Wenn man Einnistungsprobleme hat, sollte man den Test machen?

Antwort:

Schwere Frage. Ich muss sagen, dass wir das eher selten sehen. Es gibt so Implantationsfenster bei Frauen im regelmäßigen Zyklus so ca. bei Tag 18-21 ist. Und wir sehen selten, dass es da zu großen Verschiebungen kommt. Aber hauptsächlich der ERA Test muss genau nach dem Schema sein wie der nächste Transfer stattfindet. Und manchmal ist das schwierig, dass wir die gleiche Sprache sprechen werden. Weil manche Leute sagen Tag 5, Tag 7, aber eigentlich muss man sich genau verstehen ab wann man anfängt zu zählen.

Frage:

Sollte man PGS bei IVF mit Spendereizellen in Betracht ziehen? Wann wäre die Prüfung der Embryonen notwendig?

Antwort:

Aus der heutigen Sicht würde ich das nicht empfehlen, weil wir wählen eine junge Frau, wir suchen die beste Spermie aus und eigentlich sollten wir dann zu einer guten Blastozysten kommen und dadurch dass wir das die 3. Klasse heute mit NGS haben, das heißt: gesund, krank und Mosaikembryonen haben, das heißt wir sind, wir Ärzte sind praktisch dazu gezwungen 2/3 der Embryonen da bei uns zu lagern und nicht zu transferieren. Das heißt, die Kranken das ist klar die werden nicht transferiert, aber die Mosaikembryonen wenn man die Augen schließen würde und transferiert, da wird beschrieben, dass es eine höhere Abortrate gibt, aber die Kinder geboren wurden, die meisten waren auf den ersten Blick gesund. Das heißt, es sind alle Mosaiken, die beschrieben sind in der Untersuchung, die sind, die können auch geboren werden und die können schwerwiegende Beschädigungen haben. Wir als Zentrum wollen dafür nicht haften. Wir wollen nur das Beste transferieren, wo wir sicher sind, dass das Kind gesund sein wird. Also wir können nicht sicher sein, aber wir müssen nachweisen, dass anhand der immer noch experimentellen Methode immer das Beste transferieren. Das heißt von mir aus, ich würde PGS bei Spendereizellen nicht unbedingt machen. Wir beschleunigen nicht die Zeit zu einem gesungen Kind und wir erhöhen auch nicht die Schwangerschaftsrate.

Frage:

Was würden Sie untersuchen oder therapieren, wenn es bei Eizellspenden mit guten Blastozysten nur zu biochemischen Schwangerschaften kommt?

Antwort:

Zwei Sachen. Also wenn es nur zu biochemischen Schwangerschaften kommt, dann bin ich mir nicht sicher, dass die Blastozysten immer in Ordnung sein müssen und es könnte drauf anzeigen, dass es Implantationsprobleme wären. Das heißt, ich würde empfehlen, nach 2 nicht erfolgreichen Transfers würde ich eine Gebärmutterspiegelung machen mit einem leichten Scratching.

Frage:

Patienten machen sich oft Sorgen, wem das Baby gleichsehen wird – falls Spendereizellen verwendet wurden – welche Erfahrung haben Sie damit?

Antwort:

Es ist auch bekannt, dass in einer Familie wo sicher ist, dass die Frau und der Vater, wenn der Vater wirklich der Vater ist, wenn sie 2 oder 3 Kinder haben sie völlig anders ausschauen. Das heißt, das ist die eine Sache. Es war komisch. Vor Jahren wurde in Schweden eine Studie gemacht, wo sie feststellen wollten, ob die Väter wirklich die Väter der Kinder sind. Als festgestellt wurde, dass 30% der Kinder Kuckuckskinder sind, wurde die Studie gestoppt. Und dritte Sache, wenn eine Frau ein Kind nach einer Eizellspende austrägt, dann hat die Frau epigenetische Fähigkeiten. Das heißt, sie kann die Gene unterstützen und andere ausschalten. Das heißt, obwohl da nicht eine 100% Gleichheit der Spenderin mit der Empfängerin da ist, dann hat die Frau, die das Kind austrägt, wirklich Möglichkeiten, Chancen und Optionen das Kind sich ähnlicher zu machen. So kann es in der Natur verlaufen.

Frage:

Wie hoch sind die Kosten bei Eizellspenden?

Antwort:

Das ist verschieden bei den verschiedenen Zentren. Also wieviel kostet ein Trabant und wieviel kostet ein Mercedes? Also sie können sicher Zentren finden, die mit den Kosten niedrig sind und andere höher. Wenn man die Flugzeuggesellschaften sieht, dann sind die Flugzeuge gleich aber die Kosten sind anders. Aber damit ich die Frage beantworten kann. Bei uns kostet die Eizellspende €7900 wobei wir mindestens 2 Blastozysten garantieren. Das heißt Embryonen die Tag 5 erreichen, aber kann sein, wenn wir mehrere von der Frau haben, dann gehören die alle der Empfängerin.

Frage:

Was würden Sie einer Frau über 40 empfehlen, die noch keine IVF gemacht hat?

Antwort:

Ich würde empfehlen bald eine IVF zu beginnen, weil ich würde von einer Insemination abraten. Aber es ist die Frage, wie lange sie sich schon um eine Schwangerschaft kümmert? Sie kann ein dreiviertel Jahr Inseminationen machen und sagt dann ich war nicht erfolgreich und in der Zeit wird sich ihre Eizellreserve vermindern und wird nicht auf qualitativ gute Eizellen kommen. Also ich würde der Frau empfehlen, dass sie sich beschleunigt und bald das macht, was die höchsten Chancen hat.

Frage:

Welches Protokoll wird bei Frauen – 42 mit niedriger ovarieller Reserve genutzt – die außerdem schon 1-2 erfolglose Zyklen hinter sich hat?

Antwort:

Ich denke, dass muss man persönlich bewerten. Man muss die Frau sehen. Bei richtiger Stimulation auch mit niedriger Anzahl der Eizellen kann zum Erfolg führen. Ich würde einen IVF Zyklus machen, dann kann ich bewerten wie viele Eizellen wir gewonnen haben und qualitativ waren und dann erst kann man eine Schlussfolgerung ziehen. Oder man müsste vorher halt die Protokolle genau anschauen und die Qualität der Eizellen und davon eine Analyse machen. Das ist sehr persönlich bezogen.

Frage:

Ich habe schon 3 erfolglose Versuche hinter mir wegen Einnistungsproblemen – können Sie mir für den nächsten IVF Zyklus etwas empfehlen? Auf was soll ich achten?

Antwort:

Es ist schwierig zu sagen bei Einnistungsproblemen. Ich sehe immer wieder, dass die Frauen Tag 3 Embryonen transferiert haben. Da kann man nicht sehen, ob das Problem bei der Einnistung lag oder ob sich das Embryo nicht weitergebildet hat. Deswegen empfehlen wir strikt, naja nicht strikt, aber wir empfehlen eine verlängerte Kultur, damit man sehen kann wie weit, oder ob überhaupt und mit welcher Qualität sich eine Blastozysten gebildet hat und dann erst sehen wir ob es eher wahrscheinlicher ist, auf das Einnistungsproblem zu zielen oder die Qualität der Eizellen. Obwohl manchmal sind die Embryonen optisch top und wir sehen dann, dass die Embryonen innerlich nicht gesund waren, wenn wir die genetisch untersuchen. Was wichtig ist, die Schleimhaut muss in Ordnung sein. Man muss einen guten Ultraschall machen und dass wir da sehen, ob es zu Problemen kommen könnte bei Frauen, die vorher einen Kaiserschnitt hatten. Also da könnte es zu Einnistungsproblemen kommen. Und auch die Technik des Transfers muss richtig gemacht werden. Also wir eigentlich bilden wir ein Mosaikbild und alle Steine müssen gut sitzen, dass das Bild richtig schön wird.

Frage:

Sie haben im Zusammenhang mit den natürlichen Killerzellen von „Keimen in der Gebärmutter“ gesprochen. Wie wird das behandelt

Antwort:

Es ist alles immer noch experimentell behandelt und erforscht. Wenn man eine Kultur gemacht hat, dann spricht es eher dafür, dass die Gebärmutter steril ist, aber dank der schnellen Entwicklung von Genetik, die die DNA der Gebärmutter analysiert, stellen wir fest, dass die Gebärmutter nicht steril ist. Und da sind viele Keime oder DNA von Keimen nachzuweisen. Aber es wird immer wieder geforscht, welche Keime und wie man sie behandelt mit Antibiotika. Ich denke die nächste Zeit wird die Antwort auf ihre Frage bringen.

 

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